Montag, der 27. März 2017
SCJ am Sonntag, den 10. November 2013 | Versammlung der Höheren Oberen in Rom zur Vorbereitung des Generalkapitels im Mai 2015

Internationalität und Multikulturalität

Vom 04. bis 10. November trafen sich die Leiter der Provinzen, Regionen und Distrikte der Herz-Jesu-Priester im Generalat in Rom zur Versammlung der Höheren Oberen. Während ein Jahr zuvor in Deutschland bei der Generalkonferenz das Thema "Educare" war, stand in dieser Woche die Vorbereitung des Generalkapitels im Mai 2015 an. 

Die Generalkonferenz in Rom (foto:dehon.it)
Die Generalkonferenz in Rom (foto:dehon.it)
Pater John van den Hengel SCJ (foto:dehon.it)

Im Mai 2015 stehen für die Herz-Jesu-Priester auf der ganzen Welt wichtige Entscheidungen an. Auf dem Generalkapitel im Mai wird ein neuer Pater General gewählt, da Pater José Ornelas Carvalho SCJ, die von den Statuten der Herz-Jesu-Priester zeitlich begrenzte Amtszeit erfüllt hat. Auf der jetzigen Versammlung der Höheren Oberen in Rom standen für die Leiter der Provinzen, Regionen und Distrikte der Herz-Jesu-Priester neben dem Austausch über Neuigkeiten über die Arbeit innerhalb der Kongregation, vor allem die Vorbereitung des Generalkapitels im Vordergrund. Die Wichtigkeit der Entscheidungen auf dem Generalkapitel betonte der Pater John van den Hengel in seiner Eröffnungsrede in Rom: "Das ist ein entscheidende Zeit für die Kongregation" und er fügte an: "Was wir auf dem nächsten Generalkapitel vor haben zu entscheiden, wird den Weg der Kongregation für die nächsten sechs oder acht Jahre oder auch länger bereiten". Auf der Versammlung der Höheren Oberen in Rom wurden die Themen für das Generalkapitel 2015 vorbereitet.

Der Jesuit Bartolomeo Sorge (foto:dehon.it)
Der Jesuit Bartolomeo Sorge (foto:dehon.it)

"Wir sind alle Teil derselben Familie"

Insbesondere die Frage nach der Zukunft der Kirche, ihrer Identität und das religiöse Leben im heutigen Kontext war im Fokus der Teilnehmer. Die Zusammengehörigkeit und Notwendigkeit dieses Themas machte der Jesuit Bartolomeo Sorge in seinem Vortrag über die "Perspektiven des geweihten Lebens in der Kirche und der Welt" deutlich: "Wir sind alle Teil derselben Familie. Wir sind Cousins, Brüder und ich spreche zu euch heute im brüderlichen Geist, nicht als Professor oder Lektor", so der Theologe. Angesichts der Globalisierung oder Postmoderne mit ihren Folgen der Säkularisierung, sieht Pater Bartolomeo Sorge die Notwendigkeit, dass "wir mutig sein müssen neue Wege zu gehen, in dem Wissen, dass wir manchmal scheitern" und betont, dass "wir lernen müssen vereint zu leben, aber mit Respekt für Unterschiede". 

Pater General José Ornelas Carvalho SCJ (foto:dehon.it)
Pater General José Ornelas Carvalho SCJ (foto:dehon.it)

Zeit zur Veränderung

Anschließend gab Pater General José Ornelas Carvalho SCJ einen Überblick über die derzeitige Situation der Kongregation der Herz-Jesu-Priester und schilderte seine Eindrücke von seinen Visitationen. Er wiederholte und bekräftige die Auffassung seines Vorredners: "Es ist Zeit für eine neue Vision, neue Hoffnung und außerdem ist es Zeit für die Veränderung des geweihten Lebens" und im Hinblick auf die Vorbereitung des Generalkapitels betonte er: "Wir müssen uns selber fragen: '"Wie haben uns vorzubereiten dafür, wer wir in dieser Welt, dieser Kirche, in diesem Moment sind. Wir können nicht nur darauf zurückblicken, was wir in der Vergangenheit gearbeitet haben. Wir brauchen Propheten, wir brauchen Arbeiter mit offenen, brüderlichen Herzen".

Pater Eduardo Gómez Martín SCJ (foto:dehon.it)
Pater Eduardo Gómez Martín SCJ (foto:dehon.it)

Der Slogan fehlt noch, die Themen und Daten stehen

Nachdem die Teilnehmer die gegenwärtige Situation der Kirche und der Kongregation reflektiert hatten, machten sie sich an die zentrale Aufgabe des Treffens: Ein Thema für das Generalkapitel 2015. Pater Eduardo Gómez Martín SCJ, Professor an der ESIC Universität der Herz-Jesu-Priester, definierte zentrale Aufgaben des Generalkapitels, wie die Vorbereitungsphasen, die Notwendigkeit eines Mottos und die Hilfe von Experten und das Erstellen eines abschließenden Dokuments. Nicht zuletzt wies er auf die den Charakter und die Reichweite des Kapitels für die Kongregation hin: "Das Kapitel ist ein Moment in der Geschichte. Es ist mehr als Demokratie. Das Kapitel repräsentiert das Leben der Institution. Es ist ein Weg die eigene Identität zu definieren. Es ist ein Fest der Gemeinschaft." Obwohl noch kein Slogan für das Treffen nächsten Jahres feststeht, wurden bereits wichtige Punkte festgehalten. In den verschiedenen kontinentalen Gruppen waren immer wieder die Themen Internationalität, Multikulturalität, Erneuerung und Gemeinschaft zur Sprache gekommen. Auch der Zeitraum für das Kapitel wurde festgelegt, so dass es auf 17. Mai bis 06. Juni terminiert wurde. Zudem werden Gemeinschaften mit 50 oder weniger Mitgliedern einen, Gebiete bis zu 150 Herz-Jesu-Priestern werden zwei und alle Territorien mit mehr als 150 Mitgliedern werden drei Abgesandte zum Generalkapitel nach Rom schicken. In der Planungskommission sind Pater Carlos Henrique Caamaño SCJ aus Venezuela, Pater Heiner Wilmer SCJ aus der deutschen Provinz, Pater Léopold Mfouakouet SCJ aus Kamerun, Pater Oliviero Cattani SCJ, der die norditalienische Provinz vertritt und schließlich noch Pater Vincent Herimanto SCJ aus Vietnam.

Pater Aquilino Mielgo SCJ (foto:dehon.it)
Pater Aquilino Mielgo SCJ (foto:dehon.it)

Langfristige finanzielle Planung

Neben der Vorbereitung des Generalkapitels beschäftigten sich die Teilnehmer auch mit den Finanzen der Kongregation. Insbesondere eine langzeitige und vorausblickende Planung sein von Nöten, um Gemeinschaften zu helfen, die gerade im Aufbau sind, so dass sie finanziell unabhängig werden können. "Wie kann man wissen was man in Zukunft machen kann, wenn man nicht jetzt schon dafür plant", gab der Schatzmeister der Kongregation Pater Aquilino Mielgo SCJ daher zu bedenken. Aber auch Transparenz über die Finanzen auf allen Ebenen war Pater Mielgo wichtig. Zudem informierten die einzelnen Provinzen, Regionen und Distrikte über ihre unterschiedlichen Ergebnisse auf den nationalen Konferenzen sowie über derzeitige Projekte. In Asien stand insbesondere der Dialog mit den Armen, anderen Religionen und den unterschiedlichen asiatischen Kulturen im Zentrum. Europa legte den Schwerpunkt auf die Auswirkungen der Säkularisierung auf dem Kontinent, auf dem Religion als treibende Kraft der Gesellschaft ihren Einfluss verloren hat. Pater John van den Hengel lobte zudem die enge Zusammenarbeit der europäischen Konferenzen. Die Höheren Oberen in Afrika beschäftigten sich mit der Frage, was es bedeutet ein Herz-Jesu-Priester in Afrika zu sein, einem Kontinent auf dem die Dehonianer bereits sein mehr als 100 Jahren präsent sind. Die nord - und südamerikanischen Konferenzen, die erst im September und Oktober diesen Jahres stattfanden, nahmen diese Fragestellung im Bezug auf die USA und Kanada auf. Pater Stefan Tertünte SCJ, der im September nach Rom gegangen war, rief in seinem Vortag die Spiritualität und das soziale Engagement des Ordensgründer, Pater Leo Dehon SCJ, in Erinnerung, was zur Diskussionen über die soziale Reichweite, die Einwanderung und Armut führte und wie Nordamerika diesen Gegebenheiten begegnen kann. 

Pater Heiner Wilmer SCJ (foto:dehon.it)
Pater Heiner Wilmer SCJ (foto:dehon.it)

"Educare" bleibt wichtig

Desweiteren wurde das Thema der letzten Generalkonferenz aufgegriffen: "Educare". Bereits dort sprachen sich die Teilnehmer - darunter auch einige Schuldirektoren - für eine engere Zusammenarbeit und Vernetzung aus. Die Verantwortlichen der 55 pädagogischen Einrichtungen der Herz-Jesu-Priester werden sich vom 21. bis 27. Juli 2014 in Valencia über diese Aufgaben beraten. Auch Pater Heiner Wilmer SCJ, der Provinzial der deutschen Ordensprovinz, sprach über die neue internationale Kommunität in Berlin, die im August 2012 gegründet worden war und sich aus fünf Herz-Jesu-Priestern aus Deutschland, Brasilien, Polen und Österreich zusammensetzt. In einer Stadt mit der größten Konzentration von jungen Erwachsenen in Europa, wo Säkularisierung die Norm ist, versuchen die Dehonianer einen Weg zu finden, um der Sehnsucht nach Spiritualität zu begegnen und den Herz-Jesu-Priestern ein Gesicht zu geben.

Dehon.it/Matthias Biallowons

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