Montag, der 27. März 2017
SCJ am Sonntag, den 08. September 2013 | Die „1. Handruper Klosterfestspiele“ im Kloster Handrup.

Handrup für Jedermann

Das Gymnasium Leoninum im Kloster Handrup der Herz-Jesu-Priester feierte am 15.08.2013 die Premiere der „1. Handruper Klosterfestspiele“. Zum Auftakt wurde das Mysterienspiel „Jedermann“  von Hugo von Hofmannsthal inszeniert. Schüler, Lehrer, Ehemalige, Eltern und Patres waren gemeinsam am Erfolg der Aufführung beteiligt. 

Die Klosterfestspiele des Gymnasiums Leoninum in Handrup waren ein großer Erfolg (foto: Ulrich Tönnies)
Die Klosterfestspiele des Gymnasiums Leoninum in Handrup waren ein großer Erfolg (foto: Ulrich Tönnies)

Lallend hebt Pater Olav Hamelijnck SCJ den Becher, prostet dem „dünnen Vetter“ zu und gibt einen Trinkspruch zum Besten. Die Festtafel vor dem Kloster Handrup schimmert in der einbrechenden Dämmerung, die Klosterfassade versetzt die Zuschauer zurück in das Mittelalter und die Schauspieler erfüllen ihre Rollen täuschend ähnlich. Das Gymnasium Leoninum feierte am 15.08.2013, nach einer fast einjährigen Vorbereitungszeit, die Premiere des Mysterienspiels „Jedermann“  von Hugo von Hofmannsthal. Das Stück “JEDERMANN”, das in Salzburg seit 1920 jedes Jahr bei den Salzburger Festspielen aufgeführt wird, wurde an drei Terminen vom 15.08 bis 17.08.2013 vor dem Kloster Handrup der Herz-Jesu-Priester aufgeführt. Dabei war die ganze Schule beteiligt: Schüler, Lehrer, Pater, Ehemalige und Eltern. „Das hat mal wieder gezeigt, wie eng das Kloster und die Schule zusammenarbeiten“, betonte Schulleiter Franz-Josef Hanneken. Zur Premiere kamen 650 Besucher und nach den drei Tagen hatten insgesamt über 1900 Menschen das Theaterstück gesehen. Nicht zuletzt trug das hervorragende Wetter zu einer gelungenen Aufführung bei: „Wir hatten wirklich sehr viel Glück. Wir hatten wunderbares Wetter bis zu lauen Sommernächten. Sogar bei der Helferfete eine Woche später, blieb uns das Glück treu“, schwärmte Pater Hamelijnck, der Rektor des Klosters.

Pater Olav Hamelijnck, der Rektor des Kloster Handrup, spielte seine Rolle als "dicker Vetter" mit voller Begeisterung (foto: Ulrich Tönnies)
Pater Olav Hamelijnck, der Rektor des Kloster Handrup, spielte seine Rolle als "dicker Vetter" mit voller Begeisterung (foto: Ulrich Tönnies)

Das Theaterstück handelt vom Leben und Sterben eines reichen Mannes. Die Hauptfigur des Dramas, der in seinem Leben nie Rücksicht auf andere genommen und ausschweifend gelebt hat, wird vom Tod aufgesucht, der in mitnehmen möchte. Ab diesem Zeitpunkt hat für ihn nichts mehr Bedeutung. Am Ende des Stücks findet er jedoch zum Glauben und merkt, dass es im Leben auf mehr als Besitz und Wohlstand ankommt. Die allegorischen Figuren „Glauben“ und „Werke“ begleiten in die Ewigkeit.

Ein Gemeinschaftsprojekt der ganzen Schule

Schon viele Jahre hatten die Verantwortlichen des Gymnasiums und die Schüler der Theater AG die Idee gehabt, ein großes Theaterstück zu inszenieren. Vor knapp einem Jahr wurde der Entschluss dann endlich gefasst und mit den Vorbereitungen begonnen. Der angemessene Rahmen für dieses Großprojekt war das 90-jährige Bestehen der Schule, das durch dieses Gemeinschaftsprojekt entsprechend gewürdigt wurde: „Es war mal wieder eine tolle Kooperation von Schule und Kloster. Es war für mich besonders schön über so eine lange Probezeit in so kollegialer Weise mit so vielen unterschiedlichen Bereichen zu tun zu haben“, betont Pater Hamelijnck, der die Rolle des „dicken Vetters“ spielte. Das Besondere an den Rollen des Herz-Jesu-Priesters und des „dünnen Vetters“, den Johannes Hanneken spielte, war, dass „wir tragisch-komische Rollen in einem eher ernsten Stück hatten“, erzählt Pater Hamelijnck. 

Die Schauspieler bedanken sich für den Applaus (foto: Ulrich Tönnies)
Die Schauspieler bedanken sich für den Applaus (foto: Ulrich Tönnies)

Die Leitung und Regie des Stücks übernahm Hans-Ulrich Sudek, ein ehemaliger Lehrer und Leiter des Schultheaters, der nach seiner Pension die Theater-AG des Gymnasiums leitete. „Mit diesem Theaterstück haben wir den Kreis der Beteiligten von Schülern aus der AG auf Eltern, Pater und Ehemalige ausgeweitet“, erzählt der Rektor des Klosters. Die Hauptfigur des „Jedermann“ wurde von Michael Böllner, einem Deutschlehrer des Gymnasiums, mit Bravour gespielt. „Was Michael da geleistet hat, war wirklich unglaublich. Er hatte fast mehr als die Hälfte des gesamten Redeanteils“, so Franz-Josef Hanneken, Der Schulleiter des Leoninums war selber nicht am Stück beteiligt war, sondern hatte zusammen mit dem stellvertretenden Schulleiter Paul Wöste, die organisatorische Arbeit geleistet. Ideen gibt es bereits für die „ 2. Handruper Klosterfestpiele“, jedoch noch nichts konkretes. Eines ist aber sicher: „Wir haben fest vor, dass es eine weitere Aufführung geben soll“, betont Pater Olav Hamelijnck.

Matthias Biallowons


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