Donnerstag, der 23. Februar 2017
SCJ am Sonntag, den 11. August 2013 | Interview mit Weihbischof Johannes Wübbe über die Zeit am Gymnasium Leoninum in Handrup

Nicht nur frommes Reden

Der neue Weihbischof im Bistum Osnabrück heißt Johannes Wübbe. Der aus dem Emsland stammende Priester war Schüler auf dem Gymnasium Leoninum der Herz-Jesu-Priester in Handrup. Im Interview spricht der Weihbischof über seine Zeit am Leoninum, seinen Kontakt zu den Herz-Jesu-Priestern und seine Entscheidung zum Weltpriester.

Der Dom in Osnabrück (foto: Bistum Osnabrück)
Der Dom in Osnabrück (foto: Bistum Osnabrück)

Scj.de: Weihbischof Wübbe, wann waren Sie auf dem Gymnasium Leoninum in Handrup?

Weihbischof Johannes Wübbe: Ich habe 1985 das Abitur gemacht, und ich bin im 7. Schuljahr nach Handrup gewechselt.

Warum kamen Sie nach Handrup?

Weil es von meinem Wohnort her das nächste Gymnasium war, so dass alle aus unserem Ort, wenn sie zum Gymnasium wollten, in der Regeln nach Handrup gingen.

An welche Lehrer können Sie sich noch am besten erinnern?

Das sind ganz unterschiedliche Lehrer und Lehrerinnen. In der Mittelstufe waren diese andere als in der Oberstufe. Es sind sowohl einige Ordensleute als Lehrer, aber auch andere Lehrkräfte. Sehr beeindruckt hat mich mein erster Lateinlehrer P. Demann aufgrund seiner Menschenfreundlichkeit und Geduld.

Was waren ihre Lieblingsfächer?

Da fallen mir spontan Latein und Religion ein.

Wie viel Kontakt hatten sie damals zu den Herz-Jesu-Priestern – wie viel heute?

Ich hatte immer guten Kontakt zu den Herz-Jesu-Priestern, besonders, weil auch einige viele Jahre meine Klassenlehrer waren oder mich in der Oberstufe begleitet haben. Zudem habe ich in der Oberstufe öfter ein Orientierungswochenende für junge Männer in Handrup besucht. Heute habe ich auch noch guten Kontakt zu verschiedenen Patres, zumal mit Pater Olav Hamelijnck SCJ ein Mitabiturent nun Rektor in Handrup ist.

Was war das Besondere für Sie am Leoninum?

Das Leoninum ist eine Schule, wo nicht nur fromm vom Glauben geredet wurde, sondern der Glaube auch überzeugend gelebt wurde. Zudem durften wir auch kritisch über Kirche und Glauben diskutieren. 

Der neue Weihbischof im Bistum Osnabrück Johannes Wübbe (foto: Bistum Osnabrück)
Der neue Weihbischof im Bistum Osnabrück Johannes Wübbe (foto: Bistum Osnabrück)

Was haben Sie von der Erziehung der Herz-Jesu-Priester gelernt?

Zum einen, dass jeder Mensch für sich wertvoll ist. Zum anderen, dass der Glaube und die Gemeinschaft von jungen Glaubenden Sinn und Spaß macht.

Wann und warum haben Sie sich entschlossen Priester zu werden?

Die Entscheidung ist nicht vom Himmel gefallen. Ich habe in meiner Kinder- und Jugendzeit sehr positive Erfahrungen in der gemeindlichen Jugendarbeit gemacht. Da kam zum ersten Mal der Gedanke, ‚Mensch das könntest du dir auch später beruflich vorstellen‘. Dann kamen auch vom Heimatpfarrer und von verschiedenen Patres die Frage: ‚Schon mal überlegt, Priester zu werden‘? Und dann habe ich mir gesagt, dass ich es mal versuchen könnte und habe nach dem Abitur angefangen in Münster Theologie zu studieren. Nach dem Studium habe ich dann noch ein Jahr in der Krankenpflege ein Praktikum gemacht, wo endgültig die Entscheidung gefallen ist, Priester zu werden.

Welche Stationen sind Sie auf ihrem Weg zum Weihbischof durchlaufen?

Ich bin mehrere Jahre an verschiedenen Orten als Kaplan tätig gewesen, war dann fast zehn Jahre als Diözesanjugendpfarrer und BDKJ-Präses tätig. Zusätzlich war ich auch Rektor der Jugendbildungsstätte in Rulle.

Welche Aufgaben kommen Ihnen heute in ihrer Funktion als Weihbischof zu?

Das entwickelt sich gerade in Gesprächen mit dem Bischof. Sicherlich wird ein Schwerpunkt die Spendung des Firmsakraments und die Visitation in Gemeinden und Dekanaten sein. Ich freue mich schon auf die Begegnung mit vielen jungen Menschen

Wieso haben Sie sich entschieden Weltpriester zu werden?

Sicherlich habe ich mich gefragt, was Gott von mir will, wozu er mich berufen hat. In vielen Gesprächen wurde mir dann deutlich, dass es meine Berufung ist, Weltpriester zu werden.

Worin sehen Sie die Rolle und Aufgabe von Orden in einer Kirche in einem säkularen Umfeld?

Gerade in heutiger Zeit kommt es darauf an, im säkularen Umfeld als Kirche Flagge zu zeigen, und präsent zu sein. Besonders gut und wichtig finde ich es, wenn das auch im Umgang mit jungen Leute geschieht, wie z.B. in der Schule. Dort kann es nämlich gut gelingen, den jungen Menschen ein christliches Menschenbild zu vermitteln, und ihnen zu zeigen, dass Glaube und Leben keine zwei ganz unterschiedlichen Welten sind. Zudem kann so den Jugendlichen ein positives und lebendiges Bild von Kirche vermittelt werden.

Interview Matthias Biallowons 


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