Donnerstag, der 23. Februar 2017
SCJ am Sonntag, den 19. Mai 2013 | Besinnungstage für die Wohltäter der Herz-Jesu-Priester in Neustadt

„Wir wollen etwas zurückgeben“

Vom 08. bis 12. Mai fanden die Besinnungstage für die Wohltäter der Herz-Jesu- Priester in Neustadt statt. Eine besondere Art die Spiritualität der Dehonianer kennenzulernen. 

Die Besinnungstage der Wohltäter im Kloster Neustadt (foto:scj.de)
Die Besinnungstage der Wohltäter im Kloster Neustadt (foto:scj.de)

Pater Gerd Hemken SCJ war vor der Premiere der Besinnungstage der Wohltäter seiner Ordensgemeinschaft skeptisch: „Ich dachte, dass bei dem ersten Mal dieser Veranstaltung sehr wenige Teilnehmer kommen würden. Ich bin für das erste Mal wirklich zufrieden“. Doch die Befürchtung stellte sich als vollkommen überflüssig heraus. Trotz der Umständen, dass Christi Himmelfahrt auf den gleichen Termin fiel und es fünf Tage am Stück waren, fanden sich am Mittwoch neun Teilnehmer im Kloster ein. „Ich war wirklich positiv überrascht, dass so viele Interessierte kamen und die ganzen fünf Tage im Kloster blieben. Das ist schon eine bewusste Entscheidung“, so der Herz-Jesu-Priester.
Das Besondere an diesen Besinnungstagen ist, das „Wofür“ die Herz-Jesu-Priester diese Veranstaltung anbieten: „Wir wollen den Menschen, die uns unterstützen, etwas zurückgeben. Wir wollen mit ihnen das teilen, was Teil unserer Identität ist“, erzählt Pater Gerd Hemken SCJ. Besinnungstage für Menschen, die in engem Kontakt mit den Herz-Jesu-Priestern stehen, gab es schon immer. An diesen Tagen wurde zusammen Gottesdienst gefeiert, gemeinsam zu Mittag gegessen und über Projekte der Dehonianer informiert. So wichtig diese Veranstaltungen sind, so hatten sie doch einen Nachteil, den Pater Hemken erklärt: „Es waren immer nur einige Stunden. Viele Menschen wollen aber sich mehr Zeit nehmen, auch mehr über uns und unsere Spiritualität erfahren. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, mehrtägige Besinnungstage für Wohltäter und Freunde anzubieten.“
So fiel der Startschuss für das regelmäßige Angebot am vergangenen Mittwoch und wird am 27. September in die zweite Runde gehen: „Wir werden dann aber nur drei Tage anbieten. Das ist in jedem Fall eine ausreichende Zeit“, erklärt Pater Hemken. Die Tage stehen unter dem Motto: „Herz Jesu: Quelle meines Glaubens und meiner Lebensgestaltung“. Das Motto drückt aus, was die Pater Hemken und seine Mitbrüder mit anderen teilen wollen: Die Herz-Jesu-Spiritualität soll Quelle des Glaubens sein. Die Reflexion über das Herz Jesu und seine geöffnete Seite, das Nachdenken über das verwundete Herz soll das geistliche Leben bereichern und stärken. Zugleich soll es Kraft geben für den Alltag, sich nicht nur im Gebet, sondern auch in der Tat widerspiegeln.
„Mystik“ und „Politik“ sind die entsprechenden Begriffe der Dehonianer, und die Verbindung der beiden ist elementar für das Selbstverständnis und die Berufung: der Mitbrüder und der Gemeinschaft. Diese Verbindung, die Verschränkung von „Mystik“ und „Politik“, soll den Teilnehmern bei den neuen Besinnungstagen erklärt und so näher gebracht werden: „Wir möchten den Menschen vermitteln, wie man die Christusbeziehung im Alltag pflegt. Zugleich ist es uns wichtig zu zeigen, dass jeder von uns mitarbeiten soll am Aufbau des Reiches Gottes. Bereits die ersten Besinnungstage verfehlten ihr Ziel nicht: „Wir konnten die Menschen gut über unsere Spiritualität und unser Credo informieren“, betont der Herz-Jesu-Priester. 

Pater Gerd Hemken SCJ spricht über die Herz-Jesu-Spiritualität  (foto: Daniel Biskup)
Pater Gerd Hemken SCJ spricht über die Herz-Jesu-Spiritualität (foto: Daniel Biskup)

Bibelarbeit für den Alltag

Ein wichtiges Element während der Tage ist auch eine dezidiert kognitive und meditative Arbeit mit der Heiligen Schrift. Das Ziel ist den Teilnehmern zu helfen, sich Zeit zu nehmen, um den eigenen Glauben zu vertiefen und sich Gott zu öffnen, gerade im Stress der Arbeitswoche.
„Wir merken oft, dass manche Menschen Schwierigkeiten haben, im Alltag zu beten. Oder dass sie fragen, wie die Anbetung, die für uns ebenfalls essentiell ist, funktioniert. In solchen Punkten möchten wir bei den Besinnungstagen Antworten und Vorschläge anbieten.“
Der Kern der Herz-Jesu-Spiritualität, die den Freunden und Wohltätern vermittelt werden soll, ist natürlich das Herz. Symbol für die Überzeugung, dass Gott Liebe ist. Diese Liebe hat sich bereits in der Menschwerdung, in der unüberbietbaren Verbindung Gottes mit der Geschichte der Menschen gezeigt. Vor allem aber wird sie sichtbar in der Hingabe Jesu, seinem Sterben am Kreuz, seinem stellvertretenden Leiden, ausgedrückt durch das durchbohrte Herz und die verwundete Seite. Das ist die absolute Liebe Gottes zu den Menschen.
Von dieser Liebe zu sprechen, das ist das Anliegen der Besinnungstage. Das durchbohrte Herz zwar zu einem Symbol des Schmerzes und Leidens, nicht aber des endgültigen Scheiterns, sondern der Hoffnung zu machen, darum geht es Pater Hemken und seinen Mitbrüdern.
Am Ende sollen die Teilnehmer etwas von der Offenheit erfahren. „Ich habe durchweg positive Resonanz auf die Tage erhalten. Ich bin überzeugt, sobald sich das Angebot noch etwas rumgesprochen hat, werden wir im September noch mehr Teilnehmer haben“, ist Pater Gerd Hemken überzeugt.  

Matthias und Simon Biallowons    


Gottesdienste

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