Montag, der 27. März 2017
SCJ am Sonntag, den 16. Juni 2013 | Pater Ryszard Krupa SCJ feierte am 11. Juni 2013 sein 25-jähriges Priesterjubiläum.

„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab (...).“ (Joh 3,16)

Pater Ryszard Krupa SCJ feierte am 11. Juni 2013 sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Der Herz-Jesu-Priester aus Polen ist in der neuen Kommunität in Berlin für die Orientierungspastoral verantwortlich. Für ihn selbst ist sein Landsmann Papst Johannes Paul II. Orientierung und Vorbild. SCJ.de stellt den Dehonianer zu seinem Jubiläum vor.

Pater Ryszard Krupa SCJ (foto:Walter Wetzler).
Pater Ryszard Krupa SCJ (foto:Walter Wetzler).

Pater Krupa, welche Funktion haben Sie jetzt bei den Dehonianern?

Seit Januar bin ich in der neuen Kommunität in Berlin verantwortlich für die Orientierungspastoral. Zuvor habe ich in Lublin bei der vatikanischen Stiftung Johannes Paul II. gearbeitet. Ich war zuständig für das Stipendien-Programm, durch das jährlich 150 junge Menschen ein Stipendium bekommen.

Wann sind Sie in den Orden eingetreten?

Im Juli 1981. Mein Noviziat habe ich in Pliszczyn bei Lublin absolviert und die ersten Gelübde am 26. September 1982 abgelegt. Anschließend habe ich sechs Jahre an derTheologischen Hochschule unserer polnischen Provinzen studiert. Am 11. Juli 1988 wurde ich zum Priester geweiht.

Warum sind Sie in den Orden eingetreten?

1981 war sehr wichtig, es war das Jahr der Freiheit. Einige Monate zuvor war die Gewerkschaft Solidarnosc entstan- den. Für mich war 1981 das Jahr des Abiturs und gleich- zeitig das Jahr des Ordenseintritts. Die gesellschaftlichen Faktoren waren keine Gründe für meine Entscheidung. Aber Freiheit zu erfahren und Menschenwürdigkeit zu ent- decken: Das hat mein Leben tief geprägt. Ich stamme aus einer katholischen Familie, Glaube war selbstverständlich. Eine wichtige Rolle für meine Berufungsgeschichte hat ein Herz-Jesu-Priester gespielt. Er war Volksmissionar und hatte Zeit für uns. Ich habe so das Kommunitätsleben erfahren, zudem hat mich die Herz-Jesu-Verehrung fasziniert.

Drei Punkte, wie sich die Herz-Jesu- Priester von anderen Orden unterscheiden?

Zum einen die Spiritualität: Wir betrachten das offene Herz Gottes und wir glauben an die Liebe, die Liebe Gottes und die Liebe der Menschen. Zum anderen die Offenheit für verschiedene pastorale Tätigkeiten in der Kirche. Außer- dem ist unser Gemeinschaftsleben ein Charakteristikum.

Was war Ihr schönstes Erlebnis bei den Herz-Jesu-Priestern?

Die ersten Gelübde und die erste Audienz bei Papst Johannes Paul II. mit Studenten aus Osteuropa.

Die Kommunität von Pater Ryszard Krupa SCJ in Berlin (foto. scj.de)
Die Kommunität von Pater Ryszard Krupa SCJ in Berlin (foto. scj.de)

Haben Sie schon einmal daran gedacht, den Orden zu verlassen?

Nein.

Was machen Sie gern in Ihrer Freizeit?

Ich lese, fahre gerne Fahrrad oder gehe schwimmen.

Ihr Lieblingsbuch?

Seit Jahren lese ich immer wieder „Die Eucharistie, unsere Heiligung“ von Pater Raniero Cantalamessa. Es hilft mir, das Geheimnis der Eucharistie tiefer zu verstehen. Ich lese gerne Gedichte des polnischen Dichters Zbigniew Herbert und Romane aus dem XIX. Jahrhundert, polnische von Boleslaw Prus und russische von Leo Tolstoi. Jetzt versuche ich die Werke von Dietrich Bonhöffer kennenzulernen.

Ihr letzter Urlaub?

Seit sieben Jahren habe ich jeden August in Oberderdingen meinen polnischen Mitbruder Pater Tadeusz Mazur SCJ als Pfarrer vertreten. Er hat mir die Möglichkeit gegeben, mich dort zu erholen, etwas zu arbeiten und Deutsch zu lernen.

Ihr Lieblingsfilm?

Ich schaue nicht so oft Filme. Aber es gefallen mir „Apoca- lypse Now“ und „Der Pate“. Vor dem Umzug nach Berlin habe ich „Good bye, Lenin!“ und „Das Leben der Anderen“ gesehen.

Ihre Lieblingsmusik?

Klassische Musik von Frédéric Chopin. Wegen meiner Arbeit in Lublin habe ich oft Volkslieder mit Studenten aus der Ukraine, Russland oder Weißrussland gesungen.

Ihre Lieblingsheiligen?

Papst Johannes Paul II. Ich bin ihm mehrmals begegnet – er ist ein Vorbild für mich. Auch Thomas Morus und Edith Stein sind für mich sehr wichtig. Mein Taufpatron ist der heilige Richard, in Berlin gibt es eine Richard-Kirche. Außerdem die Geburtstagspatronin, die heilige Hedwig, die bayerische Herzogin, die mit einem polnischen Prinz verheiratet war. Sie ist für mich eine Brücke zwischen zwei Nationen.Ihre Lieblingsbibelstelle?Gen 22,1-19 und Joh 3,1-21. Bei Johannes besonders der Satz: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen ein- zigen Sohn hingab.“

Interview Matthias Biallowons


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