Mittwoch, der 22. Februar 2017
SCJ am Sonntag, den 15. Dezember 2013 | Die Herz-Jesu-Priester feierten 60 Jahre ihres Generalats in Rom

60 Jahre und gut gehalten – Das Internationale Kolleg in Rom

Am 7. Dezember 2013 feierten die Herz-Jesu-Priester das 60-jährige Bestehen ihres Generalats in Rom. Mit einem Rückblick auf die Geschichte des traditionsträchtigen Hauses der Dehonianer und einer Eucharistiefeier mit Kardinal Joao Braz de Aviz, dem Präfekt der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens, begingen die Dehonianer den Festakt.

Vor 60 Jahren wurde das Generalat der Herz-Jesu-Priester in Rom eröffnet (foto: dehon.it)
Vor 60 Jahren wurde das Generalat der Herz-Jesu-Priester in Rom eröffnet (foto: dehon.it)

Feststimmung herrschte am vergangenen Wochenende im Generalat und Internationalen Kolleg der Dehonianer in Rom: Das 60-jährige Bestehen des Generalats. Die Herz-Jesu-Priester feierten und erinnerten sich an das wichtige Haus der Kongregation. Zwei Momente ragten an diesem Feiertag heraus: Eine geschichtliche Erinnerung des zurückgelegten Weges und die Eucharistiefeier, in der Kardinal Joao Braz de Aviz, der Präfekt der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens, den Vorsitz hatte.

Pater Stefan Tertünte SCJ bei der Jubiläumsfeier des Generalats (foto:dehon.it)
Pater Stefan Tertünte SCJ bei der Jubiläumsfeier des Generalats (foto:dehon.it)

Erinnerung an 60 Jahre Generalat

Im ersten Teil des Tages hatte der Generalarchivar Pater Józef Golonka SCJ die Aufgabe, die vergangenen 60 Jahre anhand der wichtigsten Ereignisse und auch einiger Kuriositäten in Erinnerung zu rufen. Obwohl die Dehonianer bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts eine Niederlassung in Rom hatten, fasste die Ordensleitung erst in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts unter dem Generaloberen Pater Govaert den Entschluss, ein größeres Gebäude zu bauen, in dem 40 bis 50 Studenten der Gemeinschaft leben konnten. Dadurch sollte nicht nur dem stetigen Wachstum der Ordensgemeinschaft Rechnung getragen werden. Das Projekt bedeutete auch eine Investition in die Qualität der Bildung der Mitbrüder sowie die Möglichkeit das Bewusstsein der Zugehörigkeit zu einer weltweiten Ordensgemeinschaft fassbar zu stärken. 

Mgr. Giovanni Battista Montini, der zukünftige Kardinal von Mailand und Papst Paul VI., weihte das Generalat offiziell ein (foto:dehon.it)
Mgr. Giovanni Battista Montini, der zukünftige Kardinal von Mailand und Papst Paul VI., weihte das Generalat offiziell ein (foto:dehon.it)

Mgr. Giovanni Battista Montini weihte das Generalat ein

1953 wurde schließlich der Bau an der Via Aurelia in Betrieb genommen. Am 7. Juli 1954 wurde das Internationale Kolleg der Herz-Jesu-Priester durch Mgr. Giovanni Battista Montini, dem zukünftigen Kardinal von Mailand und Papst Paul VI. gesegnet und offiziell eingeweiht. In den 60 Jahren des Bestehens haben 700 Mitbrüder zu Studienzwecken oder zur Mitarbeit in der Generalleitung des Ordens in diesem Haus gewohnt, das in Erinnerung an den Ordensgründer „Collegio Internazionale Leone Dehon“ heißt.

Hoher Besuch

Außer den Dehonianern selbst waren auch etliche kirchliche Berühmtheiten im Laufe der Zeit zu Gast im Generalat: So vermerkt die Chronik des Hauses für den November 1962 den Besuch von Frère Roger Schutz, den Gründer der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé, zu einem Vortrag. Ab 1973 traf sich die theologische Kommission des Vatikan in unserem Haus, u.a. mit klangvollen Namen wie Rahner, Congar, Ratzinger u.a.

Hier eine Bilderpräsentation zu 60 Jahren Generalat: www.authorstream.com/Presentation/Ogorek-2016822-60-anni/

Das Generalat vor 60 Jahren (foto:dehon.it)
Das Generalat vor 60 Jahren (foto:dehon.it)

Kardinal Joao Braz de Aviz betont den hohen Wert des Ordenlebens

Der zweite Teil des Festtags bestand wesentlich in der Feier der Eucharistie. Mit Kardinal Joao Braz de Aviz hatte der höchste Verantwortliche für das Ordensleben in der katholischen Kirche den Vorsitz übernommen. In seiner Predigt betonte er den Wert des Ordenslebens ausgehend von der Beobachtung, wie sehr in unserer Zeit das Provisorische zum Charakterzug geworden ist: Nichts ist definitiv und alles nur auf Zeit. In sich in dies nicht negativ. Dennoch wird damit eine endgültige Entscheidung für das Ordensleben und eine angemessene Antwort auf die Treue Gottes schwierig.

Von links: Pater General José Ornelas Carvalho SCJ, in der Mitte der Hausobere Pater Leo Heck SCJ und rechts Kardinal João Braz de Aviz, der Präfekt der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens (foto: dehon.it)
Von links: Pater General José Ornelas Carvalho SCJ, in der Mitte der Hausobere Pater Leo Heck SCJ und rechts Kardinal João Braz de Aviz, der Präfekt der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens (foto: dehon.it)

Angesichts von Umbrüchen und Herausforderungen lud Kardinal Aviz zu einer Wiederentdeckung des Gemeinschaftslebens ein. Eine Frucht der Begegnung mit Gott müsste eine neue Qualität in den menschlichen Beziehungen, im Zeugnis des geteilten Lebens sein. Um dieses konsequenter herauszustellen, müssen man in den Orden verstärkt darauf achten keine Werke und Aufgaben aufrecht zu erhalten, die das Leben als Gemeinschaft erschweren. Hören auf Gott, Begegnung mit Gott – das müsse sich sichtbar auswirken auf das Hören auf den Bruder und die Begegnung mit ihm.

Rinaldo Paganelli/Pater Stefan Tertünte SCJ/Matthias Biallowons

Weitere Bilder unter: generalate.smugmug.com/Other/60-anniversary-Generalate/35263830_6n3tKd


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