Montag, der 27. März 2017
SCJ am Sonntag, den 17. November 2013 | Die Herz-Jesu-Priester solidarisieren sich mit den Menschen auf den Philippinen.

"Möge der Herr die philippinischen Menschen in dieser schwierigen Zeit begleiten"

Der Taifun Haiyan wütete auf den Philippinen. Millionen von Menschen sind von der Naturkatastrophe betroffen, hundertausende haben ihre Häuser verlassen müssen und die Zahl der Opfer steigt täglich. Die Erschütterung ist weltweit groß. Die internationale Hilfe kommt in den Krisengebieten nur schleppend an. Auch die Herz-Jesu-Priester sind in Gedanken, Worten und Taten bei den Menschen auf den Philippinen.

Die Herz-Jesu-Priester solidarisieren sich mit den Opfern und Menschen auf den Philippinen (foto:dehon.it)
Die Herz-Jesu-Priester solidarisieren sich mit den Opfern und Menschen auf den Philippinen (foto:dehon.it)

Genau zwei Wochen ist es her, als das "Joint Typhoon Warning Center" der US-Navy am 02. November ein Tiefdruckgebiet südöstlich von Mikronesien - einer Inselgruppe im westlichen Pazifischen Ozean - entdeckte. Nur zwei Tage später wurde das Gebiet zu einem tropischen Sturm hochgestuft und bekam den Namen "Haiyan". Und nur 24 Stunden danach wurde der Sturm noch stärker und es wurde deutlich das typische "Taifun-Auge" erkennbar. Am 05. November wurde die Wetterfront dann offiziell zu einem Taifun erklärt, der sich innerhalb weniger Tage zu einem "Supertaifun" entwickelte. Am 07. und 08. November fegte Haiyan mit seiner vollen Kraft mit Böen bis zu 380 Kilometern pro Stunde und starkem Regen über die Philippinen hinweg. Wellen bis zu sechs Metern Höhe prallten auf die Küste. Haiyan hinterließ eine Schneise der Zerstörung und Verzweiflung: Letzten Schätzungen zufolge stieg die Zahl der Toten auf fast 5000 Opfer und wird aller Wahrscheinlichkeit nach weiter steigen. Über 920.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und insgesamt sind über zwölf Millionen Menschen von der Naturkatastrophe betroffen.

Trinkwassermangel und Seuchengefahr

UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon schilderte die Verwüstung wie folgt: "Es herrscht furchtbare Verwüstung, und die Menschen suchen verzweifelt nach Essen, Wasser, Schutz, Proviant und Informationen über diejenigen, die ihnen lieb sind" und er forderte: "Die internationale Gemeinschaft muss das philippinische Volk jetzt unterstützen. Es beweist großen Mut und Durchhaltefähigkeit, aber es braucht unsere Hilfe, es braucht sie jetzt und es braucht sie schnell." Auch die Herz-Jesu-Priester zeigten sich betroffen von den Ereignissen auf den Philippinen: "Es erfüllt mich mit großer Trauer, dass wir erneut die Kraft und die Verwüstung von extremen Wetterereignissen mit erlebt haben", schreibt Pater General José Ornelas Carvalho SCJ in seinem Brief an die Mitbrüder der Kongregation der Herz-Jesu-Priester. Während die internationale Hilfe jetzt nach einer Woche schleppend auch die abgelegenen Regionen des Katastrophengebietes erreichen konnten, wurden bereits 6000 Menschen ausgeflogen, mehr als 700 Tonnen Hilfsgüter verteilt und vor allem das dringend benötigte Trinkwasser konnte teilweise schon verteilt werden. So konnte das Technische Hilfswerk (THW) zwei Trinkwassseraufbereitungsanlagen zur Insel Cebu bringen und am Freitag sollten sie nach Norden gebracht werden. Mit den Anlagen können täglich 36 000 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden. Am Samstag möchte Großbritannien mit einem weiteren Marineschiff in der Krisenregion die Hilfsbemühungen unterstützen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, da die Menschen hungern, die Gewalt und Plünderung zunehmen und vor allem die Seuchengefahr stündlich steigt. 

Der Taifun Haiyan gilt als einer der stärksten der Geschichte (foto:dehon.it)
Der Taifun Haiyan gilt als einer der stärksten der Geschichte (foto:dehon.it)

Herz-Jesu-Priester helfen sofort

Auch die Herz-Jesu-Priester haben sofort reagiert: "Wir wollen mit den Menschen zu diesem Zeitpunkt zusammenstehen und versuchen ihnen in dieser Zeit der Not zu helfen", betont Pater Ornelas. Daher wurde vom Generalat in Rom bereits 20.000 Euro Soforthilfe an Pater Francis Pupkowski SCJ, der Leiter der philippinischen Region, verschickt, damit er das Geld an die bedürftigsten Teile des Landes weitergeben kann. Die philippinische Provinz war zwar betroffen, aber bisher gab es keine Berichte über tote Mitbrüder. Pater Ornelas lädt außerdem alle Provinzen, Regionen und Bezirke ein, eigene Beiträge direkt an die philippinische Region zu versenden - fpupkowski@gmail.com - oder über das Generalat die Zuwendungen zukommen lassen - aquilino@dehon.it -.  Der Taifun Haiyan gehört zu den vier stärksten jemals gemessenen Wirbelstürmen der Welt und sei der schwerste, der je auf ein Land traf. Bereits mehr als zwanzig Mal wurden die Philippinen bereits in diesem Jahr von Stürmen heimgesucht. Die Aufbauarbeiten werden viele Jahre dauern und viel Geld kosten. Auch die Herz-Jesu-Priester hoffen, dass die Menschen auf den Philippinen schnell wieder "in der Lage sind, Häuser aufzubauen", so Pater José Ornelas Carvalho und er ist in seinen Gedanken bei den Betroffenen: "Möge der Herr die philippinischen Menschen in dieser schwierigen Zeit begleiten und ihnen den Mut und Entschlossenheit geben, um ihr Leben und ihre Lebensgrundlagen wiederaufzubauen".

Dehon.it/Matthias Biallowons

Der ganze Brief in Englisch auf dehon.it lnx.dehon.it/en/index.php      


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