Montag, der 27. März 2017
SCJ am Sonntag, den 27. Oktober 2013 | Der neue Provinzrat stellt sich vor.

"Wir wollen Teamarbeit"

Am ersten August 2013 haben die Herz-Jesu-Priester einen neuen Provinzrat für die deutsche Ordensprovinz gewählt. SCJ.de stellt das Wahlverfahren, die Mitglieder, die Aufgabenfelder und die Wichtigkeit vor.

Der neue Provinzrat: Von links: Pater Heiner Wilmer SCJ, Pater Hans-Ulrich Vivell SCJ, Pater Heinz Lau SCJ, Paater Markus Mönch SCJ, Pater Demetrius Cavalcanti de Oliveira SCJ (foto:scj.de)
Der neue Provinzrat: Von links: Pater Heiner Wilmer SCJ, Pater Hans-Ulrich Vivell SCJ, Pater Heinz Lau SCJ, Pater Markus Mönch SCJ, Pater Demetrius Cavalcanti de Oliveira SCJ (foto:scj.de)

Alle drei Jahre wählen die Ordensprovinzen der Herz-Jesu-Priester einen neuen Provinzrat. In diesem Jahr stand auch für die deutschen Dehonianer eine Neubesetzung der Rates an, da Pater Stefan Tertünte SCJ, der nach Rom ins Generalat gegangen ist, und Pater Olav Hamelijnck SCJ nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung standen. Ersetzt werden die beiden Herz-Jesu-Priester durch Pater Markus Mönch SCJ, der in der neuen Kommunität in Berlin für die Pfarrei Corpus Christi im Prenzlauerberg zuständig ist und seine erste Amtszeit im Provinzrat antritt, und durch Pater Demetrius Calvalcanti de Oliveira SCJ. Er ist Brasilianer und arbeitet derzeit im Gymnasium Leoninum des Klosters Handrup. Festes Mitglied ist immer der Provinzial der jeweiligen Provinz. In Deutschland ist das derzeit Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ, der erst erneut zum Provinzial gewählt wurde. Seine zweite Amtszeit treten auch Pater Hans-Ullrich Vivell SCJ, der bereits seit 2010 dem Rat angehört und Rektor im Kloster Neustadt ist, und Pater Heinz Lau SCJ, der als Erster Rat der Stellvertreter des Provinzials ist. Im Gegensatz zur Provinzleitung hat der Provinzrat die Aufgabe den Provinzial in all seinen Angelegenheiten, die die deutsche Provinz betreffen, zu beraten. Die Provinzleitung setzt sich aus den Mitgliedern des Rates und dem Provinzökonom Pater Gerd Hemken SCJ zusammen, der immer dann zu Rate gezogen wird, wenn es um finanzielle Entscheidungen geht. Normalerweise gehören zur Leitung auch der Provinzsekretär und der Provinzarchivar. Beide Ämter sind in der deutschen Provinz derzeit nicht besetzt. Komplettiert wird die Provinzleitung durch den Missionsprokurator, der momentan provisorisch von Pater Horst Steppkes SCJ vertreten ist. Das Wahlverfahren richtet sich nach dem geheimen Wahlrecht. Alle drei Jahre können alle Mitglieder der Provinz Vorschläge für die Besetzung des Rates an ein Wahlausschuss, der auch von den Herz-Jesu-Priestern besetzt ist, abgeben, der die acht meistgenannten Namen herausfiltert. Anschließend gibt es eine erneute Wahl unter diesen acht Kandidaten, bei der jeder Herz-Jesu-Priester der Provinz eine Stimme hat. Die vier Kandidaten mit den meisten Stimmen sind dann auf drei Jahre in den Rat gewählt.

Pater Heinz Lau SCJ mit seinen Studenten im Ausbildungshaus in Freiburg (foto:scj.de)
Pater Heinz Lau SCJ mit seinen Studenten im Ausbildungshaus in Freiburg (foto:scj.de)

Eine beratende Funktion

Die grundlegende Aufgabe des Gremiums ist die Beratung des Provinzials. Das können personelle Fragen, finanzielle Angelegenheiten, die Verwaltung der Häuser, die Zulassung von neuen Kandidaten für das Noviziat oder auch geistliche Hintergründe sein. Nur in der Entscheidung zur Zulassung zu den zeitlichen und ewigen Gelübden hat der Provinzrat auch eine Entscheidungsvollmacht. In allen anderen Angelegenheiten bleibt die endgültige Entscheidung in der Verantwortung des Provinzials. Doch trotz dieser Möglichkeit betont Pater Heinz Lau, dass „wir gemeinsam im Rat abstimmen und versuchen, eine gemeinsame Lösung zu finden. Rechtlich gesehen entscheidet aber der Provinzial“.

Zentralisierung, General - und Provinzkapitel

Im kommenden Jahr stehen in der deutschen Provinz wichtige Entscheidungen an. Die wichtigste Frage ist derzeit die Zentralisierung der Ordensprovinz:
Das betrifft zum einen die Aufgabe des Provinzialats in Bonn und die Verlegung nach Neustadt. Zentralisierung beschäftigt sich auch mit der Zusammenlegung verschiedener Dienste der einzelnen Häuser in das Provinzialat Neustadt. Darunter fallen die Hausökonome, die Wohltäterbüros und die Öffentlichkeitsarbeit, die durch eine Pressesprecherin zentralisiert werden soll. „Damit wollen wir die einzelnen Häuser entlasten, da wir derzeit großen Personalmangel haben“, erläutert Pater Lau. Als weitere Schwerpunkte gelten die Vorbereitung des Provinzkapitels, das alle sechs Jahre zusammentritt und beschlussfähig ist, und die Themensammlung für das Generalkapitel im Mai 2015 in Rom, bei dem ein neuer Generaloberer der Herz-Jesu-Priester gewählt wird. Daneben muss der Provinzrat über die Berufungspastoral beraten, also der Frage nachgehen, wie man junge Menschen für die Kirche begeistern kann. „Das liegt uns besonders am Herzen“, betont der stellvertretende Provinzial. Außerdem beschäftigt sich der  Rat mit der Frage nach der Präsenz von Ordensgemeinschaften in der Zukunft angesichts einer säkularisierten Gesellschaft: Klöster als geistliche Zentren, kleine Kommunitäten und Profilierung der bisherigen Arbeit sind dabei zentrale Punkte. Zuletzt sind auch Angelegenheiten und Entscheidungen in der Bildung und Ausbildung von tragender Bedeutung. „Wir werden die neue Ausbildungsordnung von Rom adaptieren, noch mehr die Internationalität fördern und unsere Identität und Spiritualität herausstellen“, erklärt der ehemalige Novizenmeister aus Freiburg.

Pater Heinz Lau SCJ (foto:scj.de)
Pater Heinz Lau SCJ (foto:scj.de)

Teamarbeit ist bei den Herz-Jesu-Priestern wichtig

Über all diese Themen berät der Provinzrat monatlich. Zusätzlich gibt es Treffen mit beratenden Unternehmen, so wie der Solidaris und Prosegur, sowie Zusammenkommen wegen der Planung des Provinsarchivs und der neuen Missionsprokura. Im vergangenen Jahr trat der Provinzrat fast alle zwei bis drei Wochen zusammen. „Je nach Bedarf müssen wir uns weniger oder öfter treffen“, weiß Pater Lau. Aus all diesen Gründen schätzt der stellvertretende Provinzial der deutschen  Provinz die Wichtigkeit des Rates mehr denn je als „fundamental wichtig und unverzichtbar“ ein und er fügt an: „Der Rat stärkt oder korrigiert den Provinzial. Wir wollen keine isolierte Einzelarbeit oder Solisten. In allen Bereichen wollen wir Teamarbeit und Solidarität.“ Schon vom 19. bis 21. November tritt der Provinzrat wieder zusammen, um über die Zukunft der deutschen Provinz zu beraten.

Matthias Biallowons


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