Mittwoch, der 22. Februar 2017
SCJ am Sonntag, den 14. April 2013 | Ein neuer Postulant im Ausbildungshaus der Herz-Jesu-Priester in Freiburg

„Die deutsche Provinz kann bestimmt neue Priester gebrauchen“

Das Ausbildungshaus der Herz-Jesu-Priester in Freiburg nahm am 05. April 2013 Michael Chmielewski als neuen Postulanten im Kloster auf. SCJ.de stellt den 37-Jährigen aus Polen vor, der im Interview über sein Leben vor dem Ordenseintritt, seinen Beweggründen für das Ordensleben und seinen Erwartungen bei den Herz-Jesu-Priestern spricht.

Das Kloster in Freiburg (foto:scj.de)
Das Kloster in Freiburg (foto:scj.de)

SCJ.de: Was haben Sie vor ihrem Eintritt in das Postulat der Herz-Jesu-Priester gemacht?
Michael Chmielewski: Ich habe davor in Polen als Beamter in der Verwaltung gearbeitet. Ich musste das Geld aus der europäischen Union kontrollieren.  

Wieso haben Sie sich für das Ordensleben entschieden?
Ich wollte das machen, was ich innerlich brauche und fühle. Seit einigen Jahren habe ich mich gefragt, ob mein Leben so weitergehen kann, wie es gerade läuft. Ich habe mich schon viele Jahre mit der Frage auseinandergesetzt, ob ich Priester werden sollte. Viele Priester in Polen haben mich dazu ermutigt, weil sie der Meinung waren, dass ich sonst immer innerlich zerrissen seien würde. Ich war schon immer auf der Suche nach Gott und mir im Klaren, dass das normale Leben mich nicht erfüllt.
Jetzt habe ich endlich den Schritt gewagt, Priester zu werden.  

Weshalb wollten Sie unbedingt zu den Herz-Jesu-Priestern und nicht in eine andere Ordensgemeinschaft?
Das ist relativ einfach zu beantworten. Ich komme aus dem kleinen Dorf Pliscsyn in Polen, in dem sehr viele Herz-Jesu-Priester sind. Ich bin mit ihnen aufgewachsen, habe viel mit Ihnen erlebt, kenne fast alle Herz-Jesu-Priester in Polen. Daher war diese Entscheidung für diese Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester klar.  

Und warum sind Sie gerade in die deutsche Provinz gekommen und habe ihr Postulat nicht in Polen begonnen? 
Ich kenne viele Herz-Jesu-Priester in Polen, die viele ihrer Mitbrüder in Deutschland kennen und davon erzählt haben. Außerdem habe ich auch einige Priester getroffen, die bereits selber in Deutschland waren. Da ich mir selber die deutsche Sprache beigebracht habe, wollte ich in Deutschland auch das Noviziat machen und wenn alles gut läuft, vielleicht auch hier bleiben.
Die deutsche Provinz kann bestimmt neue Priester gebrauchen.

Pater Heinz Lau SCJ (links), Michael Chmielewski in der Mitte und der Rektor aus Freiburg Pater Konrad Flatau SCJ (rechts) bei der Aufnahme ins Postulat. (foto:scj.de)
Pater Heinz Lau SCJ (links), Michael Chmielewski in der Mitte und der Rektor aus Freiburg Pater Konrad Flatau SCJ (rechts) bei der Aufnahme ins Postulat. (foto:scj.de)

Was fasziniert Sie an der Spiritualität der Dehonianer? 
Es ist die Gesamtheit der Spiritualität, die mich fasziniert. Alle Aspekte der Spiritualität sind für mich wichtig. Außerdem finde ich die unterschiedlichen Möglichkeiten, die man in diesem Orden hat, sehr interessant.
Die Herz-Jesu-Priester arbeiten in vielen Ländern auf der ganzen Welt, engagieren sich in unterschiedlichen Bereichen und es gibt unzählig viele Dinge, die man tun kann. 

Wie empfinden Sie ihre ersten Tage im Kloster?
Es ist eine sehr angenehme Zeit. Ich kannte das Klosterleben zwar schon, da ich im vergangenen Jahr bereits hier war, daher ist es nichts ganz Neues. 
Die Herz-Jesu-Priester in Freiburg haben mich sehr gut aufgenommen, und helfen mir wo sie können.

Was fällt Ihnen momentan noch schwer? 
Momentan brauche ich eine Antwort auf meine innere Frage, was das Leben für mich bereit hält und von mir verlangt. Außerdem denke ich natürlich auch an die ganze Familie in Polen, die ich verlassen habe. Sie haben mich aber bei meiner Entscheidung unterstützt und mich ermutigt.

Welchen Beitrag möchten Sie für die Gemeinschaft leisten?
Ich möchte alles tun, was ich machen soll. Ich möchte mit den Menschen arbeiten und ihnen helfen. Ich werde mein Bestes geben, um die Aufgaben, die mir gegeben werden, zu erledigen.

Was erwarten Sie sich gleichzeitig von den Herz-Jesu-Priestern? 
Ich möchte nur eine Unterstützung darin haben, dass ich meinen Weg des Lebens finden und gehen kann.  

Wie sehen ihre Pläne für die nächsten Monaten aus?
Zuerst werde ich weiter Deutsch lernen und es verbessern. Danach möchte ich, wenn alles gut läuft, gerne Theologie studieren. Meine Priorität liegt aber jetzt noch auf dem Deutschstudium. Ich weiß nicht was die Zukunft für mich bringt, aber in diesem Moment möchte ich nur leben und Priester werden. Das ist meine große Hoffnung.  

Interview Matthias Biallowons


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