Montag, der 27. März 2017
SCJ am Sonntag, den 27. Januar 2013 | Der Brief der Bischöfe an die Kongregation

"Fahrt hinaus in tiefere Wasser: die Liebe Christi drängt uns!”

Liebe dehonianische Mitbrüder und alle Mitglieder der Dehonianischen Familie. Vom 10. bis 15. Januar haben wir uns in Rom getroffen:
19 dehonianische Bischöfe von Asien, Afrika, Amerika und Europa, um unser Leben und unseren Dienst miteinander zu teilen.
 

Die Bischöfe beim Bischofstreffen in Rom (Foto: dehon.it)
Die Bischöfe beim Bischofstreffen in Rom (Foto: dehon.it)

Wir haben von der Quelle getrunken: Der Generalobere und sein Rat haben uns Einblick gegeben in das Projekt der Kongregation bezüglich Spiritualität, Ausbildung und Internationalität.

Wir haben einen lange Jahre gehegten Wunsch verwirklicht: als dehonianische Bischöfe das Sint Unum gemeinsam zu leben.   Was haben wir in diesen Tagen empfunden? Vor allem dies: große Freude! 

Unsere Freude

- uns als Mitbrüder in der Kongregation zu erleben und als solche unseren Wunsch zu bekräftigen und miteinander zu teilen, unserem Volk mit ganzem Herzen zu dienen 

- in diesen Tagen miteinander unsere Spiritualität der Barmherzigkeit und Versöhnung zu vertiefen, die die Wurzel unseres bischöflichen Dienstes ist 

- darin bestätigt worden zu sein, unseren missionarischen Geist zu leben, der uns in der Verkündigung der Frohen Botschaft an alle Menschen mit Christus und der Kirche vereint. Wir haben in uns die Stimme unseres Gründers erneut vernommen, der uns drängt „raus aus den Sakristeien und zu den Menschen zu gehen“

- die Wichtigkeit unseres sozialen Engagements durch das vermehrte Studium der Soziallehre der Kirche für die Bewusstseinsbildung unserer Mitmenschen und die vorrangige Option für die Armen und Ausgegrenzten wieder in den Blick zu nehmen

- die Notwendigkeit eines tieferen kulturellen Engagements zu unterstreichen, das von uns Weisheit und eine bessere intellektuelle Ausbildung verlangt, um die Herausforderungen unserer Zeit aufzugreifen 

Wir sind in Solidarität den Sorgen und Hoffnungen jener Provinzen verbunden, deren Zukunft durch das Älterwerden ihrer Mitglieder und das Ausbleiben von Berufungen auf dem Spiel steht. 

Insgesamt schauen wir auf die Realität der Kongregation mit den Augen des Glaubens. Dieser lässt in uns die Hoffnung und Gewissheit wachsen, dass das dehonianische Charisma nicht sterben kann. Vielleicht verlangt das von uns eine Erneuerung, damit wir in der Lage sind, die Herausforderungen der Postmoderne anzunehmen, indem wir Gemeinschaften fördern, die Christus als ihre Mitte erleben und als Brüder und Diener des Gottesvolkes Versöhnung und Barmherzigkeit verkünden. All das verlangt von uns jedoch eine persönliche, gemeinschaftliche und pastorale Umkehr. 

Die Bischöfe bei der Arbeit auf dem Bischofstreffen (foto: dehon.it)
Die Bischöfe bei der Arbeit auf dem Bischofstreffen (foto: dehon.it)

Wie Pater Dehon lieben wir die Kirche und bekräftigen unsere vollkommene Verfügbarkeit für sie und das Volk Gottes. In kindlicher Ergebenheit Papst Benedikt XVI gegenüber setzen wir uns ein für das Jahr des Glaubens und die Neuevangelisierung zur Vermittlung des christlichen Glaubens durch Kontemplation und tätiger Liebe für die Geringen und Armen.

Wir lieben die Kongregation, von der wir uns geliebt fühlen. Unsere Identität ist die von dehonianischen Ordensleuten, die von der Kongregation zu dem von der Kirche uns anvertrauten pastoralen Dienst zur Verfügung gestellt und gesandt werden. Wir danken Gott, dass es möglich ist, dasselbe Charisma mit anderen gottgeweihten Menschen und Laien zu teilen, mit denen wir gemeinsam die Dehonianische Familie bilden. Wir wünschen ihr alles Gute und beten, dass sie wachsen möge.

In diesem mitbrüderlichen Austausch wagen wir darum zu bitten, dass wir vermehrt über das Leben der Kongregation informiert werden. Wir bitten darum, dass Ihr uns Material schickt, das uns hilft, die typischen dehonianischen Werte besser zu verstehen und zu vertiefen. Wir wünschen uns, dass Ihr alles daran setzt, die Geschichte der Kongregation zu bewahren.

Wir beten darum, dass unser Ordensgründer selig gesprochen wird und wir durch ihn zu größerer Heiligkeit und Treue gegenüber unserem Charisma motiviert werden.

Auf die Fürsprache des verehrungswürdigen Pater Leo Johannes Dehon bitten wir Gott, dass er weiterhin zu den Herzen junger Menschen spreche, damit sich viele uns anschließen, um den Traum unseres Gründers zu verwirklichen: Propheten der Liebe und Diener der Versöhnung in der Welt zu sein.

Bischof Claudio Dalla Zuanna bei der Gabenbereitung (foto:scj.de)
Bischof Claudio Dalla Zuanna bei der Gabenbereitung (foto:scj.de)

Schließlich möchten wir noch einmal unsere Dankbarkeit gegenüber der Kongregation ausdrücken, dass es uns möglich war, Söhne Pater Dehons zu werden, ausgestattet mit einer soliden Spiritualität, mit apostolischem Eifer und einem Blick der Barmherzigkeit. 

Ein besonderer Dank gilt dem Generaloberen und seinem Rat und der Kommunität Rom II für die die herzliche Aufnahme und die Möglichkeit, diese Zeit miteinander hier zu verbringen. Wir danken euch, dass Ihr uns als Mitglieder der Kongregation aufgenommen habt und wir die Freuden und Hoffnungen, die Leiden und  Mühen der Völker miteinander teilen konnten, die wir mit unserem Dienst begleiten.

Ein besonderer Dank geht auch an die zwei italienischen Provinzen, die mit uns mitbrüderlich Zeiten und Orte geteilt haben. 

Wir fühlen uns all jenen Bischöfen sehr verbunden,, die aus unterschiedlichen Gründen nicht an diesem Ereignis teilnehmen konnten. 

Wir vertrauen die Dehonianische Familie, unsere Diözesen und den Dienst aller Maria an, die “innig verbunden mit dem Erlöserleben und –wirken ihres Sohnes” ist. Sie „spornt  ... uns an zur Verüfgbarkeit im Glauben” (Kst. 85) 

Lasst uns voranschreiten, getragen vom Heiligen Geist und gedrängt von der Liebe Christi.      

Rom, 15. Januar 2013


Gottesdienste

Alle Messfeiern in den Häusern der Dehonianer