Montag, der 27. März 2017
SCJ am Sonntag, den 25. August 2013 | Frater Volker Kreutzmann SCJ empfing die Weihe zum Diakon

„Ich bin bereit. Hier bin ich“

Frater Volker Kreutzmann SCJ legte im vergangenen Jahr seine ewigen Gelübde bei den Herz-Jesu-Priestern ab. Am 23. Juni 2013 empfing der 31-jährige die Diakonweihe. Nächstes Jahr soll die Priesterweihe folgen.  

Frater Volker Kreutzmann SCJ empfängt von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch die Weihe zum Diakon (foto:scj.de)
Frater Volker Kreutzmann SCJ empfängt von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch die Weihe zum Diakon (foto:scj.de)

Entschlossen trat Frater Volker Kreutzmann SCJ vor und betonte seine Entschlossenheit: „Ich bin bereit. Hier bin ich“. Der Herz-Jesu-Priester empfing am 23. Juni 2013 die Weihe zum Diakon und machte damit einen nächsten Schritt auf dem Weg zum Priesteramt. „Ich werde seit 2002 zum Priester ausgebildet. Daher war es ein sehr bewegender Moment, wenn man den nächsten Schritt tut und die erste Weihe empfängt“, erzählt Frater Kreutzmann. Dabei ist es kein ganzes Jahr her, dass der 31-jährige seine ewigen Gelübde bei den Herz-Jesu-Priestern abgelegt hatte. An diesen Dezembersamstag im vergangenen Jahr kann er sich noch gut erinnern. Besonders an die entscheidenden Versprechen, die er seinem Provinzial Pater Heiner Wilmer SCJ in der Kapelle im Kloster Freiburg gab: „Ich verspreche, mein Leben lang in dieser Ordensgemeinschaft nach den evangelischen Räten zu leben und bitte alle Heiligen um ihre Fürsprache!“ Seitdem gehört der ehemalige Schüler des Gymnasiums Leonium im Kloster Handrup, verbindlich zu den Herz-Jesu-Priestern.

Frater Volker Kreutzmann SCJ in seiner Gemeinde in Ettlingen (foto:scj.de)
Frater Volker Kreutzmann SCJ in seiner Gemeinde in Ettlingen (foto:scj.de)

Kein Tag gleicht dem anderen

Schon vier Monate vor seinen Gelübden hatte Frater Kreutzmann mit seiner Pastoralausbildung im Bistum Freiburg begonnen. Diese Ausbildung dauert zwischen eineinhalb und zwei Jahren und spaltet sich in vier Phasen auf: Sie startete mit einer Theoriephase, die Frater Kreutzmann im Priesterseminar in Freiburg absolvierte. Die angehenden Priester lernen während sogenannten „Werkwochen“ fundamentale Fertigkeiten für die Arbeit als Seelsorger und Priester: Gesprächsführung, Trauerpastoral, Homiletik - das Vorbereiten und Halten einer Predigt -, Taufe – und Ehefeiern, sowie den Umgang mit neuen Medien im kirchlichen Bereich. Neben der Ausbildung hatten die sieben angehenden Priester bei Ausflügen noch Zeit sich besser kennenzulernen. „Wir leben gemeinsam im Priesterseminar, daher wollten wir uns auch neben dem beruflichen Aufgaben kennenlernen“, erzählt Frater Kreutzmann. Am 22. Oktober 2012 ging es dann in die zweite Phase der Ausbildung: Zum ersten praktischen Einsatz in die Gemeinde Ettlingen, eine Seelsorgeeinheit mit drei Gemeinden. Die Aufgaben in der Gemeinde sind vielfältig. Kein Tag gleicht dem anderen und eine festgeschrieben Arbeitszeit gibt es nicht. „Wir haben keinen festen Tagesablauf. Es gehört dazu, dass wir sechs Tage der Woche rund um die Uhr erreichbar sind“, weiß Frater Kreutzmann. Zum tägliche Geschäft gehören das Unterrichten in der Grund – und Hauptschule, Gottesdienste begleiten und vorbereiten und den Pfarrer bei Beerdigungen, Taufen und Hochzeiten in derr Gemeinde unterstützen. Außerdem aktiv im Gemeindeleben mithelfen und Kontakte knüpfen. Viele Aufgaben sind mit großer Verantwortung beantwortung. Spätestens seit seiner Weihe zum Diakon am 23. Juni 2013 bekam Volker Kreutzmann noch mehr Verantwortung übertragen. „Ich darf jetzt ja selber taufen, Hochzeiten und Beerdigungen zelebrieren, sowie den Wortgottesdienst halten oder den Segen spenden. Die Leute erwarten gleichzeitig Professionalität und Einfühlsamkeit“, erzählt der Herz-Jesu-Priester. Auch im Umgang mit den Menschen aus der Gemeinde hat sich einiges geändert: „Ich bin jetzt einfach sicherer, weil ich nicht mehr nur Praktikant bin, sondern als Diakon auch einen offiziellen Status habe“, betont Frater Kreutzmann. 

Frater Volker Kreutzmann SCJ im Kreis der anderen Kandidaten (foto:scj.de)
Frater Volker Kreutzmann SCJ im Kreis der anderen Kandidaten (foto:scj.de)

"Werbeträger für Jesus Christus"

Überhaupt war die Weihe zum Diakon für den 31-jährigen ein weiterer entscheidender Schritt auf dem Weg zum Priester. Sie fand in der Gemeinde Kirrlach, einem Dorf in der Nähe von Karlsruhe und der Heimatgemeinde eines Priesteramtskandidaten aus Freiburg statt. Während die Weihe viele Jahre lang im Kloster St. Peter gefeiert wurde, wechselt seit 2006 der Ort der Weihe regelmäßig. In jenem Kloster haben die sechs Kandidaten eine Woche zuvor Exerzitien gehalten, um sich auf die Weihe vorzubereiten. Neben dem Besuch der Familien und engen Freunde, hat sich Frater Kreutzmann besonders über die Unterstützung  seiner Mitbrüder gefreut. Provinzial Heiner Wilmer SCJ konzelebrierte bei der Messe, die Erzbischof Dr. Robert Zollitsch hielt. Der Erzbischof von Freiburg sprach den Kandidaten Mut zu und betonte ihre Wichtigkeit für die Kirche: „Sie zeigen nach außen, was bei Ihnen in den vergangenen Jahren innerlich gewachsen ist. Sie sind bereit, ihr Leben für Jesus Christus einzusetzen und das Evangelium in Wort und Tat zu verkünden. Sie werden damit in besonderer Weise zu Werbeträgern für Jesus Christus!“ 

Die Heiligenlitanei ist ein Höhepunkt während der Weihe (foto:scj.de)
Die Heiligenlitanei ist ein Höhepunkt während der Weihe (foto:scj.de)

Außerdem waren Pater Konrad Flatau SCJ, der Leiter des Ausbildungshauses in Freiburg, Pater Heinz Lau, der Novizenmeister, Pater Mario Kaufmann SCJ, der das Diakongewand überreichte, Pater August Hülsmann SCJ aus Neustadt, sowie die jungen Studenten aus dem Kloster Freiburg, die Pater Kreutzmann auf dem Weg der Ausbildung begleiten haben, bei der Feier vor Ort. Die Weihe zum Diakon war für den Herz-Jesu-Priester ein ganz besonderer Moment in seinem Leben: „Ich war sehr aufgeregt, weil es ja ein größer Kreis war, als bei meinen Gelübden“. Wie auch bei dem Ablegen seiner ewigen Gelübde bei den Herz-Jesu-Priestern, musste er dem Erzbischof Gehorsam versprechen. Auf jede der gestellten Fragen antwortete Frater Kreutzmann: „Ich bin bereit“ und versprach: „Ich tue es“. Besonders die Heiligenlitanei, wenn die geweihten Diakone auf dem Boden liegen und die Fürsprache der Heiligen anrufen, ist ein besonderer Moment während der Feier. Seit August ist er wieder in Ettlingen tätig und geht als frisch geweihter Diakon seinen Aufgaben nach. Nach der Pastoralausbildung, die im Februar 2014 endet, möchte Frater Kreutzmann im September das Referendariat beginnen, um später unterrichten zu können. Aber das wirklich nächste große Ziel ist die Weihe zum Priester. Bereits jetzt zweifelt der Herz-Jesu-Priester nicht daran, dass er den richtigen Weg eingeschlagen hat. Auch am 03. Mai in Handrup wird Frater Volker Kreutzmann „bereit sein“.

Matthias Biallowons


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