Montag, der 27. März 2017
SCJ am Sonntag, den 02. Juni 2013 | Die Herz-Jesu-Priester fliegen zum Weltjugendtag nach Rio de Janeiro

Vorfreude auf die Copacabana

Die Herz-Jesu-Priester fliegen am 18. Juli nach Brasilien, um am Weltjugendtag teilzunehmen. Am vergangenen Wochenende traf sich die gesamte Gruppe zum ersten Mal im Kloster Maria Martental, um letzte Details der Reise zu besprechen und um sich besser kennenzulernen. Die Freude bei allen Teilnehmern ist riesig.

Die Reisegruppe zum Weltjugendtag in Rio de Janeiro (foto.scj.de)
Die Reisegruppe zum Weltjugendtag in Rio de Janeiro (foto.scj.de)

Sonne, Strand und schon mehr als zwei Millionen Anmeldung. Der Weltjugendtag 2013 in Rio de Janeiro verspricht einer der zahlenmäßig stärksten Jugendtreffen seit seiner Einführung 1984 durch Papst Johannes Paul II. zu werden. 
Auch die Herz-Jesu-Priester aus der deutschen Ordensprovinz werden zusammen mit 32 Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Deutschland an den Zuckerhut fliegen, um zusammen mit Jugendlichen aus der ganzen Welt ihren Glauben zu feiern.
„Wir wollen den jungen Menschen unseren brasilianischen Glauben, unser Land, unsere Kultur und Mentalität zeigen. Es ist für mich eine Ehre, dass ich dieses Projekt planen darf“, freut sich Pater Marcio Auth SCJ. Der brasilianische Herz-Jesu-Priester, der derzeit in der Kommunität in Berlin lebt, hat die Reise nach Brasilien zusammen mit drei weiteren Mitbrüder aus der deutschen Provinz geplant: Pater Demetrius Cavalcanti de Oliveira SCJ, Pater Ricardo Diniz SCJ und Pater Markus Mönch SCJ. 
In Rio stößt dann noch Pater Levi dos Anjos Ferreira SCJ zu der Gruppe hinzu.

Die Jugendlichen beim Treffen in Maria Martental am vergangenen Wochenende (foto:scj.de)
Die Jugendlichen beim Treffen in Maria Martental am vergangenen Wochenende (foto:scj.de)

Lederhosen und typische Volksmusik

Bereits seit über einem Jahr laufen die Vorbereitungen für die lange Reise und auch der Anmeldezeitraum ist seit einigen Monaten beendet. „Wir mussten sehr früh wissen, wie groß unsere Gruppe ist, damit wir uns mit den Verantwortlichen in Brasilien in Verbindung setzten und rechtzeitig so viele Flüge buchen konnten“, betont Pater Auth. Die Reise ist in drei große Abschnitte gegliedert:Abflug ist am 18. Juli in Frankfurt und ein Tag später Ankunft in San Paulo. So wird die Reisegruppe die ersten Tage vor den eigentlichen Weltjugendtagen in Rio de Janeiro, die sogenannten Tage der Begegnung, in Taubaté verbringen. Dort findet ein großes internationales Treffen der dehonianischen Jugend statt, das die Herz-Jesu-Priester organisiert haben. Zusammen mit 350 Jugendlichen aus 15 Ländern feiern sie ihren Glauben, lernen die anderen Kulturen kennen und stellen ihren eigenen Länder vor. Auch die Jugendlichen aus Deutschland werden ihre Heimat präsentieren: Lederhose, typische Volksmusik und deutsche Fußballtrikots sollen einen Eindruck vom Land der Dichter vermitteln. „Vom Süden bis zum Norden möchten wir typische Dinge aus den Regionen zeigen, damit die anderen Jugendlichen die Vielfalt von Deutschland kennenlernen“, erzählt Pater Auth schmunzelnd. In Taubaté werden die Teilnehmer während der drei Tage bei Familien der Gemeinde übernachten. Das internationale Jugendtreffen selbst findet im theologischen Studienhaus der Herz-Jesu-Priester in Taubaté statt. Ansprechpartner vor Ort und auch der Organisator und Koordinator in Brasilien überhaupt ist Bruder Giorgio Sinestri aus Taubaté.

Pater Marcio Auth SCJ (foto: Daniel Biskup)
Pater Marcio Auth SCJ (foto: Daniel Biskup)

Aparecida, Rio und weitere Highlights

Der zweite Stopp wird am 23. Juli in Aparecida sein. Der Wallfahrtsort in Brasilien beheimatet die Schutzpatronin des Landes und ist ein absolutes Muss. „Wenn man schon mal hier ist, dann sollte man sich die Gelegenheit nicht entgegen lassen, das Nationalheiligtum zu besuchen“, betont der Herz-Jesu-Priester aus Brasilien.
Nach diesem Tagesaufenthalt geht es dann am 23. Juli direkt nach Rio, wo man an den Programmpunkten des Weltjugendtages teilnehmen wird. Bei Temperaturen um 25 Grad - obwohl es in Brasilien Winter ist - freut sich die Gruppe „besonders auf den Eröffnungsgottesdienst, die Willkommensfeier für Papst Franziskus und den Kreuzweg an der Copacabana“, so Pater Auth. Übernachtet wird in einer Pfarrei der Dehonianer in Rio de Janeiro.
Nach der Abreise des Papstes am 28. Juli ist die Reise für die Gruppe aus Deutschland aber noch nicht beendet. Denn dann wird die letzte Woche für die Erkundung des Landes genutzt. Auf dem Programm stehen unter anderem die Landeshauptstadt von Santa Catarina, Florianópolis, der Wallfahrtsort Madre Paulina in Nova Trento und ein Besuch des Noviziats der Dehonianer in Jaraguá do Sul. Anschließend tritt die Gruppe am 03. August die Heimreise von San Paulo an. Am vergangenen Wochenende haben sich zum ersten Mal alle Reisenden getroffen. Zuvor gab es bereits drei regionale Treffen. Jetzt vom 24. bis zum 26. Mai konnten sich wirklich alle Teilnehmer kennenlernen. Am Freitag gab es einen ersten Kennenlernabend. Am Samstag wurde die wichtigsten organisatorischen Punkte der Reise besprochen. Unter anderem gab Pater Gerd Hemken SCJ wichtige Hinweise zur Sicherheit und wie man sich in Rio verhalten soll. Daneben gab es auch Gelegenheit für die Jugendlichen, ihre Erwartungen an den Weltjugendtag und die Motivation dazu, auszutauschen. „Alle wollen das Land und die Kultur Brasiliens kennenlernen und zusammen mit Jugendlichen aus aller Welt ihren Glauben feiern und in der Begegnung vertiefen. Sie sind sehr motiviert“, erzählt Pater Marcio Auth. Neben der eigentlichen Reise möchten die Herz-Jesu-Priester darüber hinaus auch einen nachhaltigen Eindruck bei den Jugendlichen hinterlassen, um auch dann in Deutschland weiter in Kontakt zu bleiben.
„Es soll danach nicht alles wieder vorbei sein. Wir wollen die Jugendlichen zu einer Freundschaft und einem Engagement auch über den Weltjugendtag hinaus ermutigen“, hofft der Herz-Jesu-Priester aus der Kommunität in Berlin.

Matthias Biallowons


Gottesdienste

Alle Messfeiern in den Häusern der Dehonianer