Donnerstag, der 23. Februar 2017
SCJ Aktuell 31. Januar 2016 | Fasching
Pater Heinz Faller SCJ. Foto: scj.de

Faschingsanfang

"Ich möchte meine Mitmenschen aufmuntern"

Pater Heinz Faller SCJ aus dem Herz-Jesu-Kloster in Freiburg ist ein ganz besonderer Priester. Einer, dessen Heiterkeit ansteckend wirkt, der gerne und viel lacht. Einer, der die Musik liebt und es sich nicht nehmen lässt, beim Sonntagsgottesdienst auch selbst Gitarre oder Orgel zu spielen. Er hat eine Clown-Fortbildung und den Schwarzen Gürtel in Judo. Andere Menschen zu ermutigen ist für ihn ein Anliegen, das ihm besonders am Herzen liegt. Der Ordensmann erzählt von seinen Hobbies und wie er diese in seiner pastoralen Tätigkeit für die Menschen einsetzen kann. 

 

Mit Musik begeistern

Pater Heinz Faller SCJ spielt Klavier, Orgel und Gitarre. Musik hat es dem Herz-Jesu-Priester schon angetan, bevor er vor 55 Jahren als Novize in den Orden eintrat. „Ich habe sogar ein Semester Musik am Konservatorium in Düsseldorf studiert“, erzählt er. Nicht verwunderlich also, dass er in den Gottesdiensten, die er feiert, die musikalische Gestaltung gerne selbst übernimmt. „Mit Musik vermag man viele zu erreichen, Musik verbindet Menschen“, erzählt Pater Faller. Seine Gottesdienste sind gut besucht – nicht nur wegen der Musik. 

Freude schenken

Der Herz-Jesu-Priester ist humorvoll. Nach jedem seiner Gottesdienste erzählt er den Gläubigen drei Witze. „Damit ich mich nicht wiederholen muss, besitze ich inzwischen schon eine ganze Reihe von Büchern mit Witzen“, erzählt Pater Heinz Faller SCJ lachend. Der Erfolg spricht für sich, die Gläubigen kommen gerne zu ihm in die Heilige Messe. „Es ist mir wichtig, die Menschen aufzuheitern und zu ermutigen. Viele haben große Sorgen um ihren Beruf, um die eigene Zukunft oder die ihrer Kinder oder sind krank. Es ist schön, wenn man andere aufheitern kann und es einem gelingt, ihnen Freude zu schenken“, so Pater Heinz Faller. Voller Engagement setzt er seine wertvolle Gabe andere Menschen aufzubauen in der Klinikseelsorge in Bad Krozingen ein. Seinen Mitarbeitern dort hat Pater Heinz Faller SCJ es zu verdanken, dass er wohl einer der ganz wenigen Priester ist, die eine Fortbildung zum Clown haben. „Ich habe diese Fortbildung, die in der Schweiz stattfand, zu einem Geburtstag von meinen Mitarbeitern geschenkt bekommen“, berichtet der Herz-Jesu-Priester. Auch heute noch zeigt er sein schauspielerisches Talent an Fastnacht. Besonders beliebt ist die Pantomime, in der er zeigt, wie wir Deutschen einen Pfirsich zu essen pflegen und uns dabei der ganze klebrige Saft die Hände herunter bis über die Ellenbogen läuft. Große Begeisterung fand auch immer sein besonderer Purzelbaum, den er als Clown gezeigt hat. Was daran so simpel aussah, war jedoch das Ergebnis vieler Jahre sportlicher Betätigung.

SCJ – keine Abkürzung für „Sportclub Jesu“

„Neben der Musik widmete ich meine Zeit voller Freude auch dem Sport. Ich habe jahrelang Judo trainiert und es bis zum schwarzen Gürtel gebracht. Ich habe später, als ich als Erzieher und Religionslehrer im Schuldienst war auch selbst Kinder und Jugendliche in einer Judo-AG trainiert“, erzählt Pater Heinz Faller SCJ. „Durch den Sport kann man viele Menschen erreichen, Jugendliche können dort ihre Kräfte messen, sie haben einen schönen Ausgleich zum Lernen und dem vielen Sitzen im Unterricht, bleiben fit, erlernen Disziplin und erhalten ein gesundes Selbstbewusstsein. Kinder merken schnell, dass Fairness und Durchhaltevermögen wichtig sind – nicht nur beim Judo. Dazu ist Sport ein wundervolles Mittel, die Freizeit sinnvoll zu gestalten. Langeweile kommt da nicht so schnell auf. Manchem Schüler musste ich erst erklären, dass mein Ordenskürzel SCJ für die Herz-Jesu-Priester steht und keine Abkürzung für Sportclub Jesu sei“, ergänzt Pater Heinz Faller SCJ fröhlich. Seine Kenntnisse, sein sportliches Geschick und seine Fitness kamen ihm auch in seiner Rolle als Clown zugute. Ob er nun einen Purzelbaum schlug, eine Rolle machte oder tat, als würde er tollpatschig über seine eigenen Füße stolpern, er konnte auf so manche Technik zurückgreifen, die er im Judo erlernt hatte. 

„Tag der Begegnung“

Für Pater Heinz Faller SCJ gehört die Begegnung mit den Menschen entscheidend zu seiner pastoralen Tätigkeit als Seelsorger dazu und ist ihm ein echtes Herzensanliegen. So sind zum „Tag der Begegnung“, der jährlichen Feier der Kurseelsorge in Bad Krozingen die etwa 350 aufgestellte Stühle meist bis auf den letzten Platz belegt, manchmal kommen sogar noch mehr Menschen. „Es ist wichtig, dass Patienten wie auch ehemalige Patienten, deren Freunde und Angehörige immer wieder die Gelegenheit haben, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen und sich so gegenseitig zu stärken und zu ermutigen“, findet er. Auch der Glaube sei hierbei eine wichtige Trost- und Kraftquelle.

Text: Regina Maria Schwarz; Redaktion: Peter Hummel

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