Donnerstag, der 23. Februar 2017
SCJ Aktuell 17. Januar 2016 | Gelübdeerneuerung
Fotos: scj.de

Gelübdeerneuerung

Mit neuer Entschiedenheit

Frater Maximiliano Delfino Cȃndido SCJ, Frater Paulo César Henrique SCJ und Frater Wellyngthon Messias Mendes SCJ haben etwas gemeinsam. Diese drei jungen Männer haben sich für ein Leben im Orden, bei den Herz-Jesu-Priestern, entschieden. Am 3. Januar haben sie ihre Ordensgelübde erneuert und ihre Entscheidung, ganz für Gott im Dienst der Menschen zu leben, gefestigt. Frater Paulo und Frater Maximiliano Delfino Cȃndido SCJ feiern am 15. Januar zudem den Tag, an dem sie ihre Ordensgelübde zum ersten Mal abgelegt haben. Frater Maximiliano SCJ erzählt, was ihm dieser Tag bedeutet und wie er sich darauf vorbereitet hat:

„Bevor ich direkt mit dem Thema anfange, möchte ich einige Punkte benennen, die mir sehr wichtig sind. Erstens, es gehört dazu, dass wir die zeitlichen Gelübde jährlich erneuern, so dass wir in Verbindung mit der Kongregation der Herz-Jesu-Priester bleiben. Zweitens, es gibt immer vor der Gelübdeerneuerung eine Zeit der Stille, des Gebetes und der Meditation, kurz gesagt: wir machen Schweigeexerzitien. Die  Schweigeexerzitien sind drittens eine wertvolle  Zeit, um sich zu fragen: Wie fühle ich mich momentan? Will ich die Gelübde erneuern? Wenn ja, warum? Fühle ich mich berufen?

Es geht um meine Beziehung zu Gott!

Die Tatsache, dass alle diese Punkte wichtig sind, ist mir bewusst. Aber ich finde die innere Vorbereitung und die Verbindung zu Christus und das, was er von mir erwartet, viel wichtiger. Es geht um meine Beziehung zu Gott. Es geht um ein Versprechen, das man ablegt. Glaube ist eine Überzeugung. Darauf möchte ich gern kurz eingehen.

Gott hat ein Herz für uns!

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Spiritualität der Herz-Jesu-Priester meine Beziehung und meine Liebe zu Gott, zu den Menschen und zu meinem Nächsten, verstärken kann. Die dehonianische Spiritualität lebt, weil sie von Gott kommt. Im Laufe der Zeit gab es verschiedene Entwicklungen.  Die Quelle aus der sich unsere Spiritualität speist, ist immer noch dieselbe, aber vieles erscheint uns durch unsere moderne Brille ganz anders, vielleicht auch fremd. Trotzdem ist die Botschaft, die wir Herz-Jesu-Priestern den Menschen bringen wollen, im Kern unverändert geblieben: Gott hat ein Herz für uns. Sein Herz für uns! Diese Spiritualität ist für die Welt da. Es wär sehr schade, wenn dieser Schatz in Deutschland in Vergessenheit geraten würde und damit verloren ginge. Von unserem Ordensgründer, Pater Leo Dehon stammt das schöne Zitat: ‚Ich hinterlasse euch den wunderbarsten aller Schätze: das Herz Jesu‘. 

Ich habe meine Gelübde erneuert, um Teil dieses Herzens zu sein, um mich von diesem Herz geschützt zu fühlen, um in diesem Herz auszuruhen und für dieses Herz zu arbeiten – für dieses Herz, das für die Welt schlägt!“

Das Versprechen

Neben den üblichen Gelübden Armut, Keuschheit und Gehorsam versprechen die Herz-Jesu-Priester sich Gott in besonderer Weise und in Erwiderung seiner göttlichen Liebe mit ganzem Herzen und mit der Gnade des Heiligen Geistes und der Hilfe der Gottesmutter zu weihen, um zur vollkommenen Liebe zu gelangen. 

Nach der feierlichen Gelübdeerneuerung ging es für die Herz-Jesu-Priester festlich weiter. Mit schönen Begegnungen, Musik und Gesang aus der Heimat der drei Fratres fand dieser besondere Abend einen wunderschönen Ausklang.

Text: Regina Maria Schwarz; Redaktion: Peter Hummel

Gottesdienste

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