Montag, der 27. März 2017
SCJ Aktuell 1. Januar 2016 | Das war 2015
April: Bruder Josef Fatah SCJ unterwegs auf dem Jakobsweg. (c) scj.de

Der scj.de-Jahresrückblick

Es ist viel passiert! 

Januar

Hoher Besuch im Kloster

Das neue Jahr begann im Herz-Jesu-Kloster in Freiburg, wie auch in den anderen Häusern, mit dem Besuch der Heiligen Drei Könige, die den Segenswünsch über den Türen anbrachten, gemeinsam mit den Herz-Jesu-Priestern beteten und sangen. Gleichzeitig half der Besuch der Sternsinger benachteiligte Kinder in verschiedenen Teilen der Erde zu unterstützen. 

Februar

Single-Abend zum Valentinstag

Am Abend des 13. Februar bot das Herz-Jesu-Kloster in Berlin zum wiederholten Male den Valentinstag-Gottesdienst für Singles an. Pater Ryszard Krupa SCJ erklärt: „Die Idee dazu entstand bereits im vergangenen Jahr. Konzerte für die Liebe, Candlelight-Dinner, Wellness für zwei – überall gibt es an diesem Tag Angebote für Paare. Wir dagegen dachten, es wäre doch eine gute Idee, etwas für diejenigen zu tun, für die dieser Tag eher schwer werden könnte.“ Viele Teilnehmer waren sehr dankbar für dieses Angebot, das ihnen zeigte, dass die Welt eben nicht nur aus glücklich Verliebten besteht.

Karneval und Kloster

Ein Highlight für die portugiesische Gemeinde in Berlin war sicher die Karnevalfeier mit dem Rektor des Herz-Jesu-Klosters in Berlin, Pater Tarcisio Darrós Feldhaus SCJ, der als Vampir verkleidet war und Obelix Pater Demetrius Cavalcanti de Oliveira SCJ. „Es war sehr lustig und einfach schön, wie die Leute zusammen gefeiert haben. Mir ist es wichtig, dass die Mitglieder dieser Gemeinde in der Kirche einen Ort sehen, in der sie Heimat finden. Viele von ihnen sind der Arbeit wegen nach Deutschland gekommen und gerade für die, deren Familie in der Heimat geblieben ist, ist es nicht so leicht hier“, so Pater Tarcisio Darrós Feldhaus SCJ. Neben den schönen Begegnungen gab es an diesem Tag auch einen Wettbewerb, bei dem die fantasievollste Verkleidung gekürt wurde. Bei fast dreihundert Gästen keine leichte Aufgabe für die Jury.

März

Kulinarisches

Am 12. März lud das Herz-Jesu-Kloster in Neustadt ein, auf den Geschmack des Ordenslebens zu kommen und nicht nur die feine indische Küche kennenzulernen, sondern auch etwas über die Spiritualität der indischen Herz-Jesu-Gemeinschaft zu erfahren. Es war ein durch und durch gelungener, spannender und vor allem leckerer Abend.

Palmsonntag – der Tag der Jugend

Ende März fand der diözesane Weltjugendtag statt. Frater Boris Igor Signe SCJ aus dem Herz-Jesu-Kloster in Freiburg hat dieses Jahr zum ersten Mal in Deutschland, in Freiburg, daran teilgenommen. „Wer schon einmal bei einem Weltjugendtag war, weiß, dass man dort die Möglichkeit hat, lebendige Kirche hautnah zu spüren. Oft antworten mir Freunde: ‚Die Kirche ist langweilig‘, wenn ich sie frage, warum sie sich nicht für die Kirche interessieren. Bei den Weltjugendtagen erlebt man jedoch eine Kirche, die jung und lebendig ist und aus allen Teilen der Diözese zusammenkommt“, so der junge Herz-Jesu-Priester.

April

Ostern in Südafrika

Ein unvergessliches Osterfest erlebte dieses Jahr Pater Horst Steppkes SCJ, der Rektor des Herz-Jesu-Klosters in Neustadt und Missionsprokurator. In dieser Funktion war er drei Wochen lang, vom 17. März bis zum 7. April, in Südafrika. Ausgangs- und Endpunkt der Reise war Johannesburg. Besonders fasziniert hat ihn das Fest der Auferstehung Christi: „Die Liturgie der Osternacht hat fünf Stunden gedauert, von 20 Uhr bis 1 Uhr. Ich habe dem Pfarrer gesagt: ‚Wenn ich das bei mir zuhause machen würde, wäre ich wahrscheinlich ab 22 Uhr alleine‘. Aber es war überhaupt nicht langweilig. Wir haben gesungen, getanzt, gebetet – es war einfach stimmig und die Leute gehen dort voll mit“, erzählt Pater Horst Steppkes SCJ, und fährt fort: „Die Zeit in Südafrika für mich sehr beeindruckend, vor allem die große Freundlichkeit der Menschen, die ich dort erfahren habe und ihr lebendiger Glaube.“

„Der Weg ist das Ziel“

Ein Trinkbeutel, Proviant, der Schlafsack und regenfeste Kleidung, das waren die wichtigsten Dinge, die Bruder Josef Faath SCJ in seinen Rucksack packte, als er sich auf seine Pilgerreise vorbereitete. Sechs Wochen lang war er unterwegs, ging fast 700 Kilometer zu Fuß. Sein Ziel: Santiago de Compostela. Am 14. April begann der Ordensmann den Jakobsweg zu gehen, für ihn ein unvergessliches Ereignis. „Einfach nur einen Fuß vor den anderen zu setzen, ohne viel denken zu müssen – das war für mich ein besonderer Reiz auf diesem Weg. Ich war überrascht, wie sehr sich die eigene Wahrnehmung im Laufe der Zeit ändert. Man hört und sieht viel bewusster während man so geht“, erzählt Bruder Josef Faath SCJ.

Mai

Generalkapitel und Wahl des Generaloberen

Am 18. Mai wurde das 23. Generalkapitel in Rom mit einer Heiligen Messe feierlich eröffnet. Das Motto lautete: „Barmherzigkeit in Gemeinschaft mit den Armen“. Auf diesem wichtigen Treffen wurden auch die neue Generalleitung und Pater Heiner Wilmer SCJ zum Generaloberen gewählt. Für ihn war es ein besonders ereignisreiches Jahr. „Mich hat das große Vertrauen der Mitbrüder überrascht. Ich habe gleich beim ersten Wahlgang die benötigte Zweidrittelmehrheit erhalten. Meine Arbeit als Generaloberer ist sehr viel komplexer geworden als meine Aufgaben, die ich als Provinzial hatte. Mir war es am Anfang vor allem wichtig zu hören, zu hören, zu hören. Im ersten Jahr ist es gut, sich die Situation zunächst anzuschauen, alles kennenzulernen, Gespräche zu führen und erste Eindrücke  auf einen wirken zu lassen. Dennoch sind schon einige Entscheidungen gefallen. Personalentscheidungen zum Beispiel wurden getroffen – in vielen Gebieten standen auch Wahlen an“, berichtet Pater Heiner Wilmer SCJ.

Juni

Das Fest der Herz-Jesu-Priester

Am 12. Juni feierte die Ordensgemeinschaft „ihren“ Tag: Das Hochfest Heiligstes Herz Jesu. Weihbischof Michael Gerber erinnerte in seiner Predigt an das besondere Charisma der Herz-Jesu-Priester, sich mitten in der Welt für die Menschen zu engagieren und die „Barmherzigkeit in der Gemeinschaft mit den Armen“ zu leben – das Motto des zu Ende gegangenen Generalkapitels.

Juli

Der Charme des Ostens

„Für viele ist es naheliegend, in den Süden zu fahren, aber in den Osten?“ Pater Gerd Hemken SCJ war vom 6.-12. Juli mit einer Pilgergruppe in Polen, um ihnen die Schönheit dieses Landes zu zeigen und sie für Krakau zu begeistern: „Nicht nur Krakau selbst, auch die Landschaft rund um Krakau ist traumhaft schön, und es gibt viele tolle Orte in der Umgebung, die man unbedingt einmal gesehen haben sollte. Zakopane in der Tatra, der Wallfahrtsort Lagiewniki, an dem Schwester Faustina begraben liegt, Tschenstochau und natürlich der Geburtsort des Hl. Johannes Paul II. Wadowice“, schwärmt der Herz-Jesu-Priester. Für ihn und die Pilgergruppe war diese Reise ein unvergessliches Ereignis.

August

Freizeit und Ferien

Unvergessliche Momente im August hatten sicher jene Kinder und Jugendliche, die an der Religiösen Kinderwoche im Christian-Schreiber-Haus, der Jugendbildungsstätte des Erzbistums Berlin in Alt-Buchhorst, teilgenommen haben. Entstanden ist dieses Projekt in der DDR, aber auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Kinder und Jugendliche im Rahmen der Religiösen Kinderwoche eingeladen, mehrere Tage lang miteinander Spaß zu haben und den Glauben kennenzulernen. Mit dabei waren Pater Markus Mönch SCJ und Pater Christoph Kübler SCJ. 

September

Ein wichtiger Schritt

Am 29. September legte Frater Martti Savijoki SCJ seine ersten Gelübde ab: „Ich habe mich sehr auf diesen besonderen Tag gefreut. In der Heiligen Messe habe ich feierlich meine ersten Gelübde für ein Jahr abgelegt. Neben den üblichen Gelübden Armut, Keuschheit und Gehorsam, versprechen wir Herz-Jesu-Priester uns Gott in besonderer Weise und in Erwiderung seiner göttlichen Liebe mit ganzem Herzen und mit der Gnade des Heiligen Geistes und der Hilfe der Gottesmutter zu weihen, um zur vollkommenen Liebe zu gelangen“, erzählt der junge Ordensmann.

Oktober

Wichtige Veränderungen – für die Deutsche Ordensprovinz und für zwei Herz-Jesu-Priester.

Am 6. Oktober wurde Pater Heinz Lau SCJ nach vier Monaten Übergangszeit zum neuen Provinzial gewählt. „Ich freue mich darauf, die deutsche Ordensprovinz leiten zu dürfen und danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen“, sagte er kurz nach seiner Wahl.

Ende August wurde der frühere Generalobere, der vor Pater Heiner Wilmer SCJ dieses wichtige Amt innehatte, zum Bischof von Setúbal in Portugal ernannt. Eigentlich hatte der Herz-Jesu-Priester ganz andere Pläne: „Ich habe mich darauf vorbereitet, nach Angola in die Mission zu gehen. Ich habe davon geträumt und begonnen, meine Sachen zu packen“, erzählt er. Als Papst Franziskus ihn aber anrief, stimmte er im Vertrauen darauf, dass dies der Wille Gottes sei, zu, Bischof von Setúbal zu werden. Die Bischofsweihe empfing er am 25. Oktober.

November

Im November 2015 durften sich die Herz-Jesu-Priester gleich über zwei Jubiläen freuen.

Zunächst feierte die Pflasterstube, die von Pater Franz Hoch zur Unterstützung wohnungsloser Menschen entstanden ist, ihr 25-jähriges Bestehen. „In den 80er Jahren gab es ein paar sehr kalte Winter und in diesen Jahren haben immer wieder Obdachlose vor der Kapelle oder vor der Klosterpforte der verschiedenen Orden in Freiburg und Umgebung übernachtet. Auf einer der Versammlungen der Arbeitsgemeinschaften der Orden der Erzdiözese Freiburg haben wir uns über die Not dieser Menschen ausgetauscht und überlegt, wie man diesen Personen helfen kann“, erzählt Pater Franz Hoch SCJ. Ergebnis dieses Austauschs war die Pflasterstube, die Wohnungslosen neben der Versorgung von Wunden, eine Möglichkeit bietet, zu frühstücken, ihre Wäsche zu waschen, zu duschen und vieles mehr.

Das zweite Jubiläum war ein ganz besonderes: Pater Aloys Huppertz SCJ feierte am 30. November seinen 100. Geburtstag. „Ich muss sagen, ich bin sehr dankbar für mein langes Leben und ich bin sehr gerne so alt geworden. Ich habe das Glück, dass ich hier im Kloster eine sehr schöne Wohnung habe und dass die Mitbrüder sich liebevoll um mich sorgen“, blickt Pater Aloys Huppertz zurück. Für den ganzen Orden war dieser Geburtstag ein Tag voller Dankbarkeit und Freude.

Dezember

Seit Beginn des Monats ist neue Ordensleitung der Deutschen Provinz vollständig und international besetzt. Die Wahl einer neuen Ordensleitung war notwendig, da Pater Wilmer SCJ im Mai zum neuen Generaloberen ernannt wurde. Dem Provinzrat in der Deutschen Provinz gehören nun neben Pater Heinz Lau SCJ, dem neuen Provinzial, auch Pater Konrad Flatau, Pater Marcio Auth SCJ, Pater Markus Mönch SCJ und Pater Levi dos Anjos Ferreira SCJ an. Der Provinzrat berät und unterstützt den Provinzial in seinen Aufgaben und Entscheidungen.

Der Jahresrückblick wurde zusammengestellt von Regina Maria Schwarz; Redaktion: Peter Hummel

Gottesdienste

Alle Messfeiern in den Häusern der Dehonianer