Montag, der 27. März 2017
SCJ Aktuell am 22. März 2015 | Diözesaner Weltjugendtag
Ein Kameruner in Freiburg: Frater Boris Igor Signe SCJ. Foto: scj.de

Vorfreude auf Krakau

"Die Kirche ist alles andere als langweilig"

Der nächste internationale Weltjugendtag findet 2016 in Krakau statt. In den Jahren zwischen den großen internationalen Jugendtreffen wird der Weltjugendtag in den Diözesen gefeiert. Das Motto für dieses Jahr lautet: „Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen.“ (Mt 5,8). Auch in der Diözese Freiburg kommen Jugendliche am 28. März zum Gebet, Lobpreis und Austausch zusammen. Frater Boris Igor Signe SCJ aus dem dortigen Herz-Jesu-Kloster ist 24 Jahre alt und wird ebenfalls daran teilnehmen. Im Interview erzählt der Ordensmann, der ursprünglich aus Kamerun kommt, was ihn an den Weltjugendtagen so begeistert

Das Motto in diesem Jahr lautet: „Selig die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen“. Was bedeutet das für Sie?

Dieses Motto hat Papst Franziskus in Vorbereitung auf das nächste internationale Weltjugendtreffen in Krakau gewählt. Ich verstehe es ganz in der Linie des Papstes, der eine besondere Liebe zu den Armen hat. Wenn er von diesem reinen Herzen spricht, dann meint er damit eine Einfachheit, die uns hilft, dem Anderen zu begegnen. Wenn wir versuchen, unser Herz frei zu machen von den Dingen, die uns im Alltag vereinnahmen, wenn wir die Einfachheit wählen, können wir besser für unsere Mitmenschen da sein. Es wird uns leichter fallen, ihnen zu begegnen, ihnen zuzuhören oder ihnen zu helfen.

Werden Sie zum ersten Mal an einem Diözesanen Weltjugendtag teilnehmen?

Nein, ich habe in meiner Heimat Kamerun auch schon an Diözesanen Weltjugendtagen teilgenommen. Ich finde, der Weltjugendtag ist für uns Jugendliche immer eine sehr gute Zeit mit vielen wertvollen Begegnungen und der Möglichkeit gemeinsamen den Glauben zu feiern. Allerdings war ich bisher noch nie bei einem Weltjugendtag in Deutschland, in dieser Hinsicht ist das am Samstag für mich eine echte Premiere. Ich habe mir das Programm bereits angeschaut und  festgestellt, dass das Jugendtreffen in Freiburg anders sein wird, als ich es von Kamerun kenne.

"Mir sind diese Begegnungen sehr, sehr wichtig"

In Kamerun wird der Diözesane Weltjugendtag ein ganzes Wochenende lang gefeiert, von Freitag bis Sonntag. Daher bin ich gespannt, was mich am Samstag hier erwartet. Ich freue mich sehr darauf, den Jugendlichen, die zum Weltjugendtag kommen werden, zu begegnen. Mir sind diese Begegnungen sehr, sehr wichtig. Es ist schön, sich über die Erfahrungen, die man im Glauben macht, austauschen zu können und eine Begeisterung zu erleben, die ansteckend ist. Wenn die Jugendlichen auf einem Weltjugendtag erzählen, warum sie an Christus glauben und aus welchem Grund sie an diesem Treffen teilnehmen, stärkt das auch meinen eigenen Glauben.

Was ist für Sie das Besondere an den Weltjugendtagen?

Die Lebendigkeit der Kirche. Es wird oft gesagt, dass die Jugend die Zukunft der Welt ist. Man könnte auch sagen, sie ist die Zukunft der Kirche. Wer schon einmal an so einem Treffen teilgenommen hat, weiß, dass es dort immer die Möglichkeit gibt, diese Lebendigkeit hautnah zu spüren. Wenn ich mit Freunden, die nicht glauben, darüber spreche, warum sie sich nicht für die Kirche interessieren, erhalte ich oft die Antwort: „Die Kirche ist langweilig!“ Bei den Weltjugendtagen aber erlebt man genau das Gegenteil: Eine Kirche, die jung ist, eine lebendige Kirche, die aus allen Teilen der Diözese zusammenkommt.

An welchen Weltjugendtagen haben Sie bisher teilgenommen?

Ich war bei den Weltjugendtagen meiner Heimatstadt, in Kamerun. An einem internationalen Treffen der Jugend mit dem Papst habe ich bisher noch nicht teilnehmen können. Aber ich würde nächstes Jahr gerne nach Krakau fahren. Ich habe die Hymne, die für den Weltjugendtag in Krakau komponiert wurde, auch schon gehört und bin schon sehr gespannt auf die Übersetzung des polnischen Textes. Jetzt freue ich mich aber erst einmal auf den Weltjugendtag in der Diözese Freiburg.

Interview: Regina Maria Schwarz; Redaktion: Peter Hummel  

 

Junge, lebendige Kirche. Foto: scj

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