Donnerstag, der 23. Februar 2017
SCJ Aktuell 17. September 2015 | Ordenspatrone
Claude de la Colombière (l.) und Johannes Eures. (c) Ökumenisches Heiligenlexikon

Claude de la Colombière und Johannes Eudes

Vorbilder, Heilige und Ordenspatrone

Die Herz-Jesu-Priester haben eine große Anzahl an Ordenspatrone. Viele von ihnen sind bekannt, wie zum Beipiel Franz von Sales, der Heilige Josef, Maria Magdalena, die Geschwister Lazarus, Maria und Marta oder die Erzengel Michael, Gabriel und Raffael. Heute stellen wir zwei Ordenspatrone vor, die nicht ganz so populär sind, aber einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung geleistet haben.


Heiliger Claude de la Colombière – Förderer der Herz-Jesu-Andacht

Claude de la Colombière wurde am 2. Februar 1641 als Kind einer adligen Familie  in St-Symphorien-d'Ozon in Frankreich geboren.  Mit 18 Jahren trat er in den Orden der Jesuiten ein und wurde zehn Jahre später zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er zunächst als Prediger und Lehrer in Lyon, bevor er 1674 die Leitung des Jesuitenklosters in Paray-le-Monial übernahm. Claudes Spiritualität war geprägt von einer tiefen Verehrung für das Heiligste Herz Jesu. Er wurde der Beichtvater der Heiligen Margareta Maria Alacoque, die sich ihm anvertraut hat und ihm von ihren Visionen berichtete, in denen sie den Auftrag erhielt, die Menschen zur Verehrung des Herzens Jesu zu führen. Claude de la Colombière unterstützte die Mystikerin nach Kräften, die Herz-Jesu-Verehrung zu verbreiten. Schließlich wurde er zu Unrecht des Verrats am König beschuldigt, wurde eingekerkert, aber nach einem Monat wieder freigelassen. Seine Gesundheit war zu dieser Zeit bereits angeschlagen. Er starb am 15. Februar 1682 in Paray-le-Monial. Der Gedenktag ist der 15. Februar.

Zitat: „Sieh du dieses Herz, das die Menschen so sehr geliebt hat, dass es sich bis zum Letzten nichts ersparte und sich verzehrte, um ihnen seine Liebe zu bezeugen.“

 

Heiliger Johannes Eudes – „Urheber, Lehrer und Apostel der liturgischen Verehrung des Herzens Jesu“

 

Johannes Eudes erblickte am 14. November 1601 in Ri bei Argentan (Frankreich) das Licht der Welt. Er ging bei den Jesuiten in Caen zur Schule und war ein fleißiger und guter Schüler, der das Lernen ernst nahm. Nach Ende der Schulzeit entschloss sich Johannes, das Theologiestudium aufzunehmen. Während des Studiums lernte er die Oratorianer kennen. Er war vom Leben dieser Ordensgemeinschaft fasziniert, trat bei ihnen ein und ging nach Paris in das Oratorium. 1625 empfing er die Priesterweihe. Als bald darauf die Pest ausbrach, kümmerte er sich um die Pflege und die Seelsorge der Erkrankten. Später gründete er die Schwesternkongregation Unserer Frau von der Liebe, Notre Dame de Charité, für die Alten- und Krankenpflege. Neben der Sorge für die Kranken widmete sich der Heilige der Seelsorge. Er war als Volksmissionar tätig und erlebte in dieser Zeit, wie wenig die Menschen über Gott wissen und wie notwendig deshalb gut ausgebildete Priester sind. Da die Oratorianer sein Anliegen, Priesterseminare zu gründen, die eine fundierte Ausbildung gewährleisten sollten, nicht mittrugen, verließ er die Ordensgemeinschaft und gründete die Kongregation von Jesus und Maria. Johannes Eudes betete besonders gerne zu den Herzen Jesu und Mariä. Er begann mit deren liturgischen Verehrung. Darum nannte Papst Leo XIII. ihn „Begründer der liturgischen Verehrung der Herzen Jesu und Mariä“. Der Heilige starb am 19. August 1680 in Caen. Sein Gedenktag ist der 19. August.

Zitat: „Solange mein Herz schlägt, solange meine Zunge sich zum Sprechen und meine Hand sich zum Schreiben bewegt, will ich den Namen Jesus predigen und schreiben. Ich will mein Leben, meinen Geist, meine Zunge, meine Feder nur dazu haben, die Erbarmungen dieses glorreichen Namens zu verkünden.“ 

Text: Regina Maria Schwarz; Redaktion: Peter Hummel

Gottesdienste

Alle Messfeiern in den Häusern der Dehonianer