Donnerstag, der 23. Februar 2017
SCJ Aktuell 23. August 2015 | Reisetipp Kloster Maria Martental
Kloster Maria Martental. @ scj.de

Reisetipp

Zu Gast im Kloster Maria Martental 

In den Sommermonaten präsentieren wir Ihnen in einer kleinen Serie die Orte und Regionen, in denen sich ein Kloster der Herz-Jesu-Priester befindet. In dieser Folge laden wir Sie ins Kloster Maria Martental in Rheinland-Pfalz ein – ein wunderschöner, besinnlicher Ort zwischen Eifel und Hunsrück.

Wo befindet sich das Kloster Maria Martental?

In Rheinland-Pfalz im dortigen Landkreis Chochem-Zell zwischen der Eifel und dem Hunsrück. Wer auf der Autobahn A48 Koblenz-Trier die Abfahrten Laubach oder Kaiseresch nimmt, kann von dort aus den braunen Schildern „Kloster Martental“ folgen. 

Was ist das Besondere an diesem Kloster?

Es ist sehr, sehr alt! Vermutlich wurde es bereits um 1141 vom Augustinerchorherrenstift Springiersbach aus gegründet. Damals wurde vermutlich auch die erste Kirche erbaut. Die heutige Wallfahrtskirche, die von den Herz-Jesu-Priester aus Sittard 1934 erbaut wurde ist bis heute ein Ort, an den regelmäßig Pilger kommen. Vor allem während der Festwoche um den 15. September, wenn das Fest der Sieben Schmerzen Mariens als Patronatsfest gefeiert wird. Grundlage für die Wallfahrt ist die Kapelle der 10.000 Märtyrer, die 1817 einstürzte und in der Folge von vielen Menschen besucht wurde.

Kann man das Kloster besuchen?

Ja, zum Beispiel zu den Gottesdienstzeiten am Samstag um 17 Uhr und am Sonntag um 8.30 Uhr und um 17 Uhr.  Weitere Infos, etwa zu den Rosenkranz-Zeiten und Pilgermessen finden Sie unter www.kloster-maria-martental.de. An jedem dritten Sonntag im Monat findet in der Wallfahrtskirche um 15 Uhr ein sogenannter Anliegensonntag statt. In dieser Andacht beten die Herz-Jesu-Priester gemeinsam mit den Gläubigen für deren persönliche Anliegen.

Neben der Wallfahrskriche gibt es in Pilgerheim und eine Kunst- und Buchhandlung. Besonders lecker im Pilgerheim ist übrigens das Martentaler Wallfahrtsmenü mit Kinderkraftbrühe, Rindsrouladen, Kartoffen und Rotkohl. 

Welche Kirche muss man in der Umgebung unbedingt besuchen?

Die Pfarrkirche St. Remaclus in Cochem. Sie befindet sich im Stadtteil Cond und nimmt eine besondere Stellung unter den Kirchenneubauten der Nachkriegszeit ein. Das Gotteshaus wurde aus rot-bräunlichem Schieferbruchstein errichtet und nach dem Konzept des Kirchenbaumeisters Emil Steffann gebaut. Sie war sein letztes Werk, denn zwei Monate nach der Einweihung starb er bei einem Autounfall. Von der alten Pfarrkirche, von der heute noch der Westturm aus dem 12. Jahrhundert erhalten ist, wurden einige Altarbilder und Figuren in die neue Kirche übernommen. Der Kirchenbau setzt einen Kontrapunkt zur gotischen Reichsburg am anderen Moselufer. 

Wohin lohnt sich ein Ausflug?

In die Eifel oder in den Hunsrück, wo sich gerade für Wanderer links und rechts der Mosel unzählige Freizeitmöglichkeiten eröffnen. Wer sich für Motorsport begeistern kann: der Nürburgring ist ganz in der Nähe! Und Koblenz ist eine Stadt, die jede Menge zu bieten hat, denn sie ist nicht nur auf dem Papier eine der ältesten Städte Deutschlands, sondern die dortigen Kirchen, Burgen, Schlösser und historischen Stadthäuser erzählen jede Menge Geschichten aus vergangenen Zeiten. Die verwinkelten Gassen und Plätze laden zum Flanieren und Verweilen ein. 

Wo kann man in der Umgebung übernachten und gut essen?

Im Hotel Karl Müller in Cochem erlebt der Gast die Mosel ganz nah, denn das Haus liegt direkt an der Uferpromenade. DZ ab 48 Euro. www.hotel-karl-mueller.de

Im Gasthaus Bürgerstube in Ulmen kommen Köstlichkeiten aus der Eifel auf den Tisch, etwa eine "Krumperezop", eine gebundebe Kartoffelsuppe oder das Eifeler Bauerschnitzel mit Apfel- und Zwiebelringen. www.buergerstube-ulmen.de

Redaktion: Peter Hummel

Wallfahrtskirche Maria Martental @ scj.de

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