Donnerstag, der 23. Februar 2017
SCJ Aktuell am 25. Januar 2015 | Das persönliche Interview
Frater Boris Igor Signe SCJ. Foto: scj.de

Für den Erfolg kämpfen 

Das ist ein Motto, mit dem Frater Boris Igor Signe SCJ häufig in den Tag startet. Er ist 24 Jahre alt und kommt aus Kamerun. Momentan studiert er im 2. Semester Theologie in Freiburg und bereitet sich darauf vor, Priester zu werden. Im Interview erzählt der junge Ordensmann, wie er seinen Tag organisiert und wie er seine Freizeit gestaltet. 

Wie beginnen Sie Ihren Tag

Ich beginne meinen Tag mit Gott. Im Kloster treffen wir Herz-Jesu-Priester uns jeden Morgen um die gleiche Uhrzeit zum Gebet in der Kapelle – immer um viertel nach sieben Uhr. Daher stehe ich entweder um viertel vor sieben Uhr oder um sieben Uhr auf, montags zeitiger, denn an diesem Tag habe ich die erste Veranstaltung schon um acht Uhr. Das frühe Aufstehen fällt mir nicht schwer.

Frühstücken Sie gemeinsam mit den Mitbrüdern?

Eigentlich frühstücken wir gemeinsam. Meine Mitbrüder tun dies meist vor dem Gebet, damit sie anschließend mehr Zeit haben, ihre Sachen für die Uni vorzubereiten und dann loszugehen. Ich mache genau das Gegenteil. Ich stehe auf und bereite alles vor, was ich an diesem Tag brauche. Dann frühstücke ich und habe anschließend noch Zeit, in Ruhe meine Tasche aus meinem Zimmer zu holen. Morgens esse ich gerne süß. Auf meine Brötchen streiche ich am liebsten rote Marmelade, ab und zu auch Nutella. So bin ich gestärkt für meinen Studientag.

Was hilft Ihnen, bei den vielen Vorlesungen, Seminaren und anderen Verpflichtungen nicht den Überblick zu verlieren?

Ich vertrete den Standpunkt, dass eine gute Organisation des eigenen Lebens und natürlich auch des Studiums für Studenten sehr wichtig ist. Wenn man nicht gut organisiert ist, wird es sehr schwierig, allen Anforderungen gerecht zu werden. In einer Ordensgemeinschaft hat man zusätzlich verschiedene Aufgaben, die es zu erfüllen gilt. Mit jedem neuen Semester bekommt man einen neuen Stundenplan. Zu Semesterbeginn braucht es dann immer ein paar Tage, bis sich der Rhythmus meines Alltags wieder eingespielt hat. Dann aber stellt sich bei mir eine gewisse Routine ein, mit der ich meine Pflichten erledige. Meine Unterlagen für den kommenden Tag, zum Beispiel,  packe ich oft schon am Abend vorher ein.

Nehmen Sie sich ein Motto oder eine Bibelstelle mit in den Tag?

Ich habe meist ein Motto. Zum Beispiel: 'Für den Erfolg kämpfen', 'Ziele erreichen', 'Alles geben', 'Sich neuen Herausforderungen stellen', oder 'Fair bleiben und Respekt bewahren'. Kurze Sätze, die mich motivieren und mir helfen, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Wichtig ist natürlich immer der Beistand Gottes bei all meinem Tun.

Benutzen Sie für Termine einen klassischen Terminkalender oder tragen Sie alles ins Smartphone ein?

Ich besitze beides. Meinen Terminkalender verwende ich ab und zu, jedoch nicht so oft. Lieber benutze ich mein Smartphone und trage wichtige Termine dort ein. 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich liebe Sport. Am liebsten spiele ich Fußball. Es gibt einige Mitbrüder hier, die diese Leidenschaft teilen. So tragen wir im Kloster das ein oder andere Fußballspiel aus. Wenn es dazu keine Gelegenheit gibt, dann gehe ich auch mal joggen. Ich lese gerne, aber das gehört auch zum Theologiestudium dazu. Ich höre gerne Musik, am liebsten Rap, und ich interessiere mich für Kunst und versuche auch selbst ab und zu zu zeichnen. Ich studiere sehr gerne und wenn man in seiner Freizeit hin und wieder einen Ausgleich hat, dann bleibt die Motivation zum Lernen erhalten.

 

Interview: Regina Maria Schwarz; Redaktion: Peter Hummel

Gottesdienste

Alle Messfeiern in den Häusern der Dehonianer