Mittwoch, der 22. Februar 2017
SCJ Aktuell am 17. Mai 2014 | Katholikentag

"Es ist wie beim Fußball: Es geht um Teamgeist und Leidenschaft"

Frater Maximiliano Candido steht im Kader der Herz-Jesu-Priester für den Katholikentag – in einem extra angefertigten Trikot (Foto: SCJ)
Frater Maximiliano Candido steht im Kader der Herz-Jesu-Priester für den Katholikentag – in einem extra angefertigten Trikot (Foto: SCJ)

Vom 28. Mai bis 1. Juni 2014 findet in Regensburg der Katholikentag statt. Er steht unter dem Motto: "Mit Christus Brücken bauen". Ein Motto, das auch für die Herz-Jesu-Priester hervorragend passt. Mit einem internationalen Team werden sie sich in Regensburg präsentieren. Ein Interview mit dem brasilianischen Frater Maximiliano Delfino Cândido, für den das Katholikentreffen der Auftakt zur Fußball-WM ist

Vom 28. Mai bis zum 1. Juni findet in Regensburg der 99. Katholikentag statt. Frater Max, was erwartet die Besucher in diesen Tagen?

Die Besucher werden erleben können, wie die Kirche hier in Deutschland ist - wie lebendig. Sie können eine junge und internationale Kirche treffen. Gleichzeitig ist das Angebot so vielfältig, dass da für jeden etwas dabei ist. So abwechslungsreich und bunt wie das Programm des Katholikentages ist die Kirche mit den vielen Gemeinschaften, Orden, Initiativen und Menschen jeden Alters – vom Säugling bis zum Senioren. Es lohnt sich, diese Vielfalt kennenzulernen. Und natürlich lohnt es sich, dort auch uns Herz-Jesu-Priester zu treffen.

Wie sind die Herz-Jesu-Priester auf dem Katholikentag vertreten?

Wir haben einen Stand auf der Kirchenmeile, der hauptsächlich von jungen Mitbrüdern aus unserem Freiburger Kloster betreut wird und der unter dem Motto Fußball-Weltmeisterschaft steht. Wir fanden, das passt! Die WM beginnt in wenigen Tagen in meinem Heimatland Brasilien. Und an unserem Stand steht eine internationale Mannschaft. Meine Mitbrüder kommen aus dem Kongo, Kamerun, Indien und natürlich aus Deutschland. Und außerdem: Beim Fußball geht es wie beim Glauben um Teamgeist, Leidenschaft und Hingabe. Das wollen wir zeigen. Gäste können mit uns an unserem Tischkicker spielen. Und wir machen Live-Musik, singen Lieder aus unseren Heimatländern.  

Warum ist den Herz-Jesu-Priestern die Teilnahme am Katholikentag wichtig?

Wir möchten den Besuchern unseren Orden vorstellen, zeigen, dass wir eine junge und internationale Kongregation sind. Darüber hinaus können sie erfahren, welche Häuser und Projekte wir in Deutschland haben. Diejenigen, die sich für ein Leben in einem Orden interessieren, können etwas über die Ausbildung in unserem Freiburger Kloster erfahren und darüber, wie ein Herz-Jesu-Priester lebt.

Was erwarten Sie vom Katholikentag?

Zunächst mal gute Laune und Spaß – nicht nur für unser Team, sondern vor allem für die Besucher. Ich wünsche mir, dass sie die Vielfalt und Schönheit der Kirche und auch des Ordenslebens kennenlernen. Dass sie an unserem Stand merken, wie gut wir drauf sind und dass das Ordensleben durchaus auch für junge Menschen heute interessant sein kann. Wir Herz-Jesu-Priester leben nicht zurückgezogen hinter dicken Klostermauern. Wir möchten mit den Leuten lachen und weinen, Anteil an ihrem Leben haben.

Welche Veranstaltungen möchten Sie den Besuchern besonders empfehlen?

Unser Provinzial Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ nimmt an zwei Veranstaltungen teil. Er sitzt am Freitag, den 30. Mai um 11 Uhr auf dem Podium „Zeig draußen, was du drinnen glaubst. Optionen für eine missionarische Kirche heute“. Und am Samstag, den 31. Mai um 16.30 Uhr diskutiert er über „Brückenschläge: Gotteswege – Menschenwege.“ Die Veranstaltungsorte stehen im Internet unter www.katholikentag.de. Bei beidem geht es übrigens um Gespräche über Glaube, Leben und eigene Berufung. Und natürlich empfehle ich allen an unserem Stand vorbeizuschauen. Da wird immer was los sein. Vor allem am Kickertisch, da bin ich mir sicher!

Das Motto lautet: „Mit Christus Brücken bauen“. Wie verstehen Sie das?

Als eine neue Motivation, eine offene Kirche zu sein. Eine Kirche, die bereit ist, auf Menschen zuzugehen. Ich habe manchmal den Eindruck, in Europa erleben die Menschen Kirche nur in der Sakristei, in Gotteshäusern oder in Klöstern. Es gibt einen schönen Grundsatz in unserem Orden: „Geht zu den Menschen!“ Brücken bauen, das heißt für uns in diesem Sinne auch, auf dem Katholikentag präsent zu sein und „Gesicht“ zu zeigen. Wir möchten den Besuchern die Möglichkeit geben, uns und das, was uns leben lässt, besser kennenzulernen.

Welche Chance für die Kirche sehen Sie im Hinblick auf diesen Katholikentag?

Der Katholikentag ist eine gute Gelegenheit, einander zu begegnen, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Vorurteile können abgebaut werden, und die Kirche kann sich als das präsentieren, was sie ist: eine große Familie, die sehr vielfältig ist, in der die unterschiedlichsten Personen beheimatet sind und die sich verbunden weiß in der Liebe zu Christus.

Worauf freuen Sie persönlich sich am meisten?

Auf die Begegnung mit den Menschen. Sehr spannend finde ich, dass Gläubige aus allen Bundesländern da sind, und ich freue mich zu sehen, wie der Glaube in den unterschiedlichen Regionen gelebt wird und welche regionalen Unterschiede und Besonderheiten es vielleicht gibt.

Interview: Regina Maria Schwarz; Redaktion: Peter Hummel

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