Montag, der 27. März 2017
SCJ Aktuell am 7. September 2014 | Herz-Jesu-Priester und Maria
Pater Markus Mönch SCJ, Berlin. Foto: scj.de

Vorbild und Fürsprecherin 

Am 8. September feiert die Kirche das Fest Mariä Geburt. Pater Markus Mönch SCJ aus dem Herz-Jesu-Kloster in Berlin erklärt, warum dieses Fest außergewöhnlich ist und welche Beziehung er selbst zu Maria hat. 


Kommende Woche feiert die Kirche das Fest der Geburt Mariens. „Dieses Fest ist etwas Besonderes, weil es nur drei Geburtsfeste gibt, die in der Kirche gefeiert werden: die Geburt Johannes des Täufers, die Geburt Mariens und die Geburt Jesu“, erzählt Pater Markus Mönch SCJ. Bei allen anderen Heiligen gedenke die Kirche üblicherweise des Todestags. „Mit diesen Geburtsfesten zeichnet die Kirche einen ‚Spannungsbogen des Heils‘, ausgehend von Johannes dem Täufer, der als Vorläufer Jesu gilt, über Maria, die das Heil hervorbringt, bis hin zu Jesus, der den Menschen das Heil schenkt durch sein Leiden, Sterben und Auferstehen“, erklärt Pater Markus Mönch SCJ. In der Liturgie des Tages wird Maria als „Morgenröte der Erlösung“ bezeichnet, die uns Christus, „die Sonne der Gerechtigkeit“, geboren hat.

"Für mich ist Maria eine wichtige Fürsprecherin und ein wertvolles Vorbild. Sie ist uns Menschen sehr nahe, sie hatte keine Wunderkräfte, aber dafür einen umso stärkeren Glauben. Natürlich kann ich mich auch an Jesus orientieren, aber  durch seine Kraft und all die Wunder, die er vollbracht hat, ist das für mich manchmal etwas schwerer, als bei Maria. Sie ist für mich das leichtere Vorbild. Sie war ganz Mensch und hat die gleichen Sorgen und Nöte des Alltags meistern müssen, wie wir auch. Dennoch hat sie ihren Glauben durch alle Widrigkeiten des Lebens bewahrt“, so Pater Markus Mönch SCJ. Formen der Marienfrömmigkeit, die ihn besonders ansprechen, seien vor allem die Maiandachten oder auch das Rosenkranzgebet. „Maria breit den Mantel aus“ und „Segne Du Maria“ sind zwei der Marienlieder, die Pater Markus Mönch am liebsten singt. 

Die Wegbegleiterin

In Berlin, so berichtet Pater Markus Mönch, sei die Marienfrömmigkeit eher von der älteren Generation getragen. Zwar gebe es auch junge Menschen, die einen Bezug zu Maria haben, doch meist sei der Glaube der Katholiken in Berlin eher christuszentriert. Dennoch begehen die Herz-Jesu-Priester in Berlin diesen Festtag: „Wir werden Mariä Geburt mit einem Gottesdienst feiern und natürlich dabei auch an unseren Wallfahrtsort und unsere Niederlassung Maria Martental denken“, sagt Pater Markus Mönch. „Für viele meiner Mitbrüder wie auch für mich ist Maria eine Wegbegleiterin. Sie spielt zwar keine herausragende Rolle, sie ist unter unseren Ordensheiligen nicht ausdrücklich aufgeführt, aber Maria ist uns dennoch wichtig“, ergänzt er..

Text: Regina Maria Schwarz; Redaktion: Peter Hummel 

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