Donnerstag, der 23. Februar 2017
SCJ Aktuell am 21. September 2014 | Filmtipps für den Herbst
Szene aus "La Grande Bellezza" - der Filmtipp von Pater Stefan Tertünte SCJ aus dem Herz-Jesu-Kloster in Rom

Filmtipps aus dem Kloster

Der Herbst ist die Zeit, in der so mancher verregnete Abend dazu einlädt, es sich auf dem Sofa bequem zu machen, einen schönen Film anzusehen und nebenbei eine große Tasse heiße Schokolade zu trinken. Welcher Film aber ist sehenswert? Fünf der Herz-Jesu-Priester verraten, welche Filme sie empfehlenswert finden

 

Pater Stefan Tertünte SCJ aus dem Herz-Jesu-Kloster in Rom schlägt vor:

"La Grande Bellezza - Die große Schönheit", ein Film von Paolo Sorrentino. Wunderbare Ansichten von Rom; ein Feuilleton-Autor, der nach seinem 65. Geburtstag erkennt, dass er trotz allem noch nicht das gefunden hat, was er sein Leben lang gesucht hat: die große Schönheit.

Pater Volker Kreutzmann SCJ aus dem Kloster in Handrup:

Vor längerer Zeit habe ich ein "Alfred-Hitchcock-Wochenende" gemacht, und mir die verschiedenen Filme dieses Regisseurs angeschaut. Unter anderem "Psycho". Ein Klassiker, den man irgendwann gesehen haben muss.

Ein Film, den ich vor zwei Jahren im Rahmen meiner Pastoralausbildung gesehen habe, und der mich sehr beschäftigt hat, war "Nokan - Die Kunst des Ausklangs". Er handelt von einem Musiker in Japan, der zum Bestatter umschult und mehr und mehr in diesen Beruf hineinfindet.

Pater Ernst-Otto Sloot SCJ aus Oberhausen empfiehlt:

"Halt auf freier Strecke" – dieser Film gefällt mir, weil er, ohne in Sentimentalität zu verfallen, die traurige Geschichte eines Mannes und seiner Familie erzählt. Der Mann erkrankt an einem Hirntumor, an welchem er auch später stirbt. Beeindruckend ist für mich besonders die Szene, in der ihm die Diagnose mitgeteilt wird. In dieser Szene kann man die Erschütterung über die niederschmetternden Worte des Arztes auch in den Augen seiner Frau ablesen. Ebenso beeindruckt mich die Darstellung seines Todes: friedlich und unspektakulär, ohne große Inszenierung, still und ehrlich. Ein Film, der unter die Haut geht und gleichzeitig Mut macht, mit dem Sterben zu leben. Ein Film für den Herbst.

Pater José Ricardo Leandro Diniz SCJ aus dem Herz-Jesu-Kloster in Handrup empfiehlt:

„Ziemlich beste Freunde“ – ich empfehle diesen Film immer wieder gerne. Es geht darin um das Geschenk der Freundschaft. Inzwischen habe ich „Ziemlich beste Freunde“ mehr als nur einmal gesehen. Der Protagonist ist sehr wohlhabend und intelligent, aber gelähmt und daher auf Hilfe angewiesen. Als ein Pfleger benötigt wird, entscheidet sich der Reiche – gegen jeden Rat – einen jungen Mann einzustellen, der gerade erst eine Haftstrafe verbüßt hat. Der neue Pfleger beeindruckt ihn durch seine ehrliche, humorvolle und manchmal auch ziemlich direkte Art. Das allgemeine Mitleid dagegen, das er sonst in seinem Umfeld erfährt, ist ihm zuwider. So schließen die beiden derart verschiedenen Männer schließlich eine Freundschaft, die nach der sozialen Schicht genauso wenig fragt, wie nach der Herkunft.

Max Candido SCJ aus der Niederlassung der Herz-Jesu-Priester in Freiburg findet:

Man sollte unbedingt „Titanic“ gesehen haben – nicht nur, weil der Film mehrere Oscars gewonnen hat. Viele sagen, Titanic sei eine Romanze – aber der Film ist viel mehr als das. Neben aller Romantik, die in diesem Film zu sehen ist, wird die Tragödie des Untergangs der Titanic am 2. April 1912 gezeigt – eines Schiffes, das als unsinkbar galt. Der Untergang der Titanic ist in zahlreichen Romanen, Sachbüchern und Filmen thematisiert worden. Viele Faktoren sind ausschlaggebend für das Interesse an dieser Schiffskatastrophe. Die Titanic war das beste, das die Menschheit damals zu bieten hatte. Sie war das größte Schiff der Welt und in der Öffentlichkeit herrschte die Meinung, nicht einmal Gott könnte dieses Schiff untergehen lassen. Ein weiteres, nicht unwichtiges Kriterium für das Interesse an diesem Schiff war schlichtweg der Name „Titanic“. Alleine dieser Name sollte Größe und Überlegenheit ausdrücken, aber die Titanic war letztendlich auch nur ein Werk der Menschen. Heute verbindet eigentlich jeder mit dem Namen „Titanic“ Katastrophe oder Untergang. Mir zeigt der Film immer wieder eindrucksvoll, dass wir ohne Gott nichts vermögen. Wir brauchen ihn für alles, auch für den Bau eines Schiffes.

Interviews: Regina Maria Schwarz; Redaktion: Peter Hummel 

Szene aus "Halt auf freier Strecke", der Empfehlung von Pater Ernst-Otto Sloot SCJ aus Oberhausen

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